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APA-Artikel 17. September 2013

Große Nachfrage für Neurorehabilitation für Kinder in Salzburg

Kinder, die nach Unfällen mit einem Schädel-Hirn-Trauma einen Rehabilitationsplatz benötigen, mussten früher nach Deutschland ausweichen. Seit 2010 bietet das Kinderzentrum an den Salzburger Landeskliniken den jungen Patienten Intensivbehandlung, Klinik und eine Neurorehabilitation Tür an Tür. "Das Angebot ist einzigartig in Österreich", betonte Kinderklinik-Vorstand Wolfgang Sperl am Dienstag bei einem Pressegespräch.

Die Nachfrage für die Neurorehabilitation in Salzburg ist groß. Bisher wurden 85 Kinder und Jugendliche aus ganz Westösterreich und Deutschland auf der Kinderneurorehabilitationsstation (reKiz) behandelt. "Wir haben eine Warteliste", sagte Sperl. Im Vollausbau soll die Station zehn Betten haben. Derzeit sind sechs Betten verfügbar. "Wir müssen organisch wachsen und brauchen aus das nötige Personal", erklärte der Vorstand der Salzburger Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde. Rund 950.000 Euro hat die Station gekostet. Die Patienten erhalten neben der medizinischen Versorgung auch Physio-, Logo- oder Ergotherapie. Auch Psychotherapeuten und Sozialarbeiter sind im Team. Gerade für Kinder sei der rasche Beginn einer Rehabilitation wichtig, betonte der Mediziner.

Im kommenden Jahr soll der Startschuss für den Bau einer neuen Einrichtung an der Kinderreha-Station erfolgen. Geplant ist ein Therapiegarten, immerhin ist die durchschnittliche Aufenthaltsdauer für die jungen Patienten an der Reha-Station acht Wochen. "Da braucht es auch Therapie im Freien und Erholungsoasen für Kinder und Eltern", betont Sperl. Rund 100.000 Euro wird der Therapiegarten kosten. Weil dafür keine öffentliche Finanzierung vorgesehen ist, wird für das Projekt nach privaten Unterstützern gesucht. Bei Charity-Golfturnieren wurden bisher schon 55.000 Euro eingespielt, am nächsten Samstag steht die nächste Veranstaltung auf dem Programm.

apa.at

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