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APA-Artikel 11. September 2013

Zollhund "Quitta" auf Erschnüffeln von Arzneimitteln trainiert

Der deutsche Zoll setzt im Kampf gegen Arzneimittelfälschungen neue Maßstäbe. Die Schäferhündin "Quitta" ist deutschlandweit der erste Spürhund, der auf das Erschnüffeln von Arzneimitteln trainiert ist. Sie war nach ihrer mehrmonatigen Ausbildung an der Zollhundeschule in Bleckede in Niedersachsen im Juni zum ersten Mal im Einsatz. Bei Operation "Pangea", bei der regelmäßig in 100 Ländern gezielt nach illegal hergestellten Medikamenten gesucht wird, hatte die fünfjährige Hündin für einen Erfolg der deutschen Zollfahnder gesorgt, berichtete das Zollkriminalamt in Berlin.

Deutschlandweit wurden dabei 27.930 Tabletten, Kapseln und Ampullen aus dem Verkehr gezogen, darunter 3.172 Hormone und Dopingpräparate. "Quitta" hat gemeinsam mit ihrem Hundeführer Stefan Lawrenz schwerpunktmäßig Frachtsendungen am Frankfurter Flughafen kontrolliert. Dank der Belgischen Schäferhündin konnten in der Kontrollwoche täglich 150 Frachtsendungen zusätzlich genauer inspiziert werden, somit wurden außerhalb der üblichen Postsendungen 52 Lieferungen mit verdächtigen Medikamenten sichergestellt.

"Quitta" wurde gezielt auf das Erschnüffeln von fünf Wirkstoffen trainiert, es handelt sich um die wichtigsten Stoffe zur Herstellung von Doping-Mitteln. Einen explizit auf das Erschnüffeln von Arzneimitteln trainierten Spürhund gibt es laut Innenministerium in Österreich nicht. Ausgebildet werden Spürhunde u.a. für die Suche nach Suchtgift, Sprengstoff oder Bargeld.

apa.at

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