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APA-Artikel 29. August 2013

Wiener AKH: Ministerium will endgültigen Vereinbarungstext prüfen

Die Stadt Wien und die Medizinische Universität haben am Donnerstag die Eckpunkte ihres Plans präsentiert, 2015 eine gemeinsame Betriebsführung im Allgemeinen Krankenhaus (AKH) einzuführen. Das Wissenschaftsministerium, aus dessen Budget das Geld für die Universität kommt, erachtet dieses Vorhaben als "zielführend", um auch bestehende Schwachstellen zu beseitigen, wie es in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber der APA hieß. Das Ministerium behält es sich aber vor, den endgültigen Vereinbarungstext prüfen.

Die Absichtserklärung zur Zusammenarbeitsvereinbarung sei ein erster Schritt, um einige zuletzt vom Rechnungshof aufgeworfene, wichtige Probleme zu lösen. Dabei dürften aber bestehende Problematiken nicht aus dem Auge verloren werden, wird gemahnt. So sei das Ministerium "gegenüber Fragen zur Rechtsträgerschaft offen, das Ausarbeiten funktionierender Regelungen in den verschiedenen operativen Bereichen ist jedoch ebenso wichtig wie eine etwaige Änderung der rechtlichen Form der Zusammenarbeit".

Ebenso wurde angemerkt, dass das optimale Zusammenwirken zwischen Ärzten und ausreichendem Pflegepersonal und die Berücksichtigung des Umstandes, dass die Entwicklungen generell am Krankenhausstandort Wien nicht zu Lasten des AKH gehen soll, relevant seien. "Da die Vereinbarung der Zustimmung des Wissenschaftsministeriums bedarf, bedingt sich das BMWF eine Prüfung des endgültigen Vereinbarungstextes aus", wurde im Schreiben festgehalten.

Mit der Beseitigung von Schwachstellen sollen durch die verantwortlichen Träger die Potenziale des AKH zur Verbesserung der Aufgabenerfüllung sowie Synergien zwischen den beiden Institutionen gehoben und bestmögliche Kooperationswege im Rahmen der jeweiligen Zuständigkeiten und Aufgaben von Universität und Krankenanstalt beschritten werden. Dabei verwies das Ministerium auf die Medizinische Universität Graz, die 2011 mit der steirischen Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) den gemeinsamen Betrieb durch eine Vereinbarung "erfolgreich" geregelt habe.

Abschließend wies das Wissenschaftsministerium noch auf die Steigerung der finanziellen Mittel für die Medizinische Universität Wien hin. Für die aktuelle Leistungsvereinbarungsperiode, diese läuft von 2013 bis 2015, würden rund 950 Mio. Euro zur Verfügung gestellt werden. Das entspreche einer Steigerung von 128 Mio. Euro bzw. einem Plus von 15,6 Prozent gegenüber der vorhergehenden Periode.

apa.at

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