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APA-Artikel 29. August 2013

Wiener AKH - Gemeinsame Betriebsführung soll 2015 kommen 1

In die Verhandlungen um eine Auflösung der komplexen Struktur des Wiener Allgemeinen Krankenhauses (AKH) ist Bewegung gekommen. Die Stadt und die Medizinische Universität haben sich auf die Eckpunkte und Grundsätze der künftigen Zusammenarbeit im Spital geeinigt. Ab 2015 wird es eine gemeinsame Betriebsführung geben, informierten Uni-Rektor Wolfgang Schütz und Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) am Donnerstag in einer Pressekonferenz. Leistungen sowie Personal und Budget sollen dann gemeinsam geplant werden.

Das AKH ist mit rund 2.200 Betten, vier Milliarden Errichtungskosten und knapp 1,2 Milliarden Euro laufender Kosten die größte Krankenanstalt des Landes. Es hat im Vergleich zu anderen städtischen Spitälern eine Sonderstellung, da es eine Doppelfunktion hat - nämlich als allgemeine öffentliche Zentralkrankenanstalt und als Universitätsklinikum.

Gemäß einer aus dem Jahr 2005 stammenden Vereinbarung, die 2015 ausläuft, ist das gesamte ärztliche Personal von der Universität bereitzustellen. Das Pflege- und Erhaltungspersonal wird hingegen von der Stadt bezahlt.

Diese komplexe Struktur wurde kürzlich auch vom Rechnungshof kritisiert. Demnach funktioniere die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Bund in so gut wie allen Bereichen schlecht, die Finanzierung sei intransparent, die Kosten seien hoch. Überlegungen hinsichtlich einer neuen Betriebsstruktur gibt es schon seit Jahren. Nun haben sich Bund und Stadt auf eine gemeinsame Betriebsführung ab 2015 verständigt - auch eine entsprechende Absichtserklärung, die das festhält, wurde bereits unterzeichnet.

apa.at

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