zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 26. August 2013

Präsident der Orthopäden will Zahl der Ausbildungsplätze reduzieren

Bernhard Christen, Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Orthopädie schlägt vor, weniger Spezialisten in seinem Fachgebiet auszubilden. In der Schweiz schliessen jährlich etwa 80 Orthopäden ihre Ausbildung ab. Nötig wären aber nur rund 40, sagt Christen.

"Konkret wollen wir die Zahl der Ausbildungsplätze für Orthopäden reduzieren", sagte Christen im Interview mit der "NZZ am Sonntag". Zudem sollten die angehenden Orthopäden mindestens ein Jahr lang an bestimmten grossen Spitälern, beispielsweise Universitätsspitälern, arbeiten müssen, führte er aus.

Laut Christen wird in der Schweiz "manchmal zu rasch" ein orthopädischer Eingriff empfohlen. Gewisse Operationen schienen mit der Anzahl Orthopäden zusammenzuhängen. "Mit medizinischen Argumenten lässt sich jedenfalls nicht erklären, warum im Kanton Bern mehr Knieprothesen eingesetzt werden als etwa in der Ostschweiz."

Christen glaubt, dass nach der Einführung der Fallpauschalen die Zahl der Operationen zunehmen wird. Spitäler erhalten seit letztem Jahr einen fixen Betrag pro Patient und Diagnose. "Die sinkende Marge verleitet Spitäler und Ärzte dazu, dies über die Ausdehnung der Menge zu kompensieren, indem beispielsweise früher eine Operation empfohlen wird."

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben