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APA-Artikel 22. August 2013

Verschreibungsdaten - Vinzenz-Gruppe: Keine Patientendaten

Die Vinzenz-Gruppe hat nach Berichten, wonach auch Spitäler Daten an ein Marktforschungsunternehmen verkaufen, klargestellt, dass man keine Patientendaten weitergebe. Es handle sich lediglich um statistische Informationen über den Arzneimittelverbrauch ihrer sieben Spitäler - im Gegenzug erhalte man "wertvolle Informationen für die Qualitätssicherung des Behandlungsprozesses", hieß es am Donnerstag in einer Aussendung.

Das Marktforschungsunternehmen IMS erhalte ausschließlich quartalsweise Informationen über den gesamten Arzneimittelverbrauch der Krankenhäuser ohne jeglichen Patientenbezug. "Es können daher keinesfalls Rückschlüsse auf Patienten oder Patientengruppen gezogen werden." Die statistischen Verbrauchsdaten könnten zudem von IMS vereinbarungsgemäß nur so weiter gegeben werden, dass daraus keine Rückschlüsse auf das Krankenhaus und auf seine Verbrauchsgewohnheiten gezogen werden können, hielt die Vinzenz-Gruppe fest.

Christian Müller-Uri, Vizepräsident der Apothekerkammer, zeigte sich indes im Ö1-"Mittagsjournal" offen gegenüber dem Vorschlag, ein Datenweitergabeverbot im Gesamtvertrag mit den Sozialversicherungsträgern zu verankern.

Weiter ging unterdessen auch die Diskussion auf politischer Ebene. ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch nutzte die Sache, um ganz in Wahlkampfmanier festzustellen, dass die "Untätigkeit" von Gesundheitsminister Alois Stöger symptomatisch für die SPÖ sei. "Dreist, Dreister, SPÖ", findet Rauch, "nun tolerieren die Sozialisten sogar schon Datenklau" - Stöger müsse "endlich handeln".

apa.at

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