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APA-Artikel 22. August 2013

Verschreibungsdaten - Ärztekammer kündigt Verordnung an

Die Ärztekammer kündigt nun im Zusammenhang mit dem Verkauf von Daten über Medikamentenverschreibungen durch rund 350 Ärzte an ein Marktforschungsunternehmen eine Verordnung an. Übermittlungen, "die nicht eindeutig rechtskonform" seien, würden in Zukunft verboten, erklärte ÖÄK-Präsident Artur Wechselberger am Donnerstag in einer Aussendung.

Mit der Verordnung will die Ärztekammer "bestehende Lücken schließen und für unmissverständliche Klarheit sorgen". Gleichzeitig kritisierten die Ärzte den stellvertretenden Hauptverbands-Generaldirektor Volker Schörghofer, der die Datenweitergabe über den Kassenvertrag unterbinden will - das sei "unzureichend", da diese Frage allgemein für alle Ärzte im Wirkungsbereich der Ärztekammern abzuhandeln sei.

Wiens Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres fordert angesichts dessen, dass angeblich auch Spitäler und Apotheken Daten weitergegeben haben, Konsequenzen für alle Beteiligten sowie ein rasches Gipfelgespräch mit Vertretern des Gesundheitsministeriums, des Hauptverbands, der Apothekerkammer, der Pharmaindustrie sowie der Datenschutzkommission, "um in Zukunft solche Praktiken bestmöglich verhindern zu können". Er vermisse außerdem "klare Worte" seitens der Apothekerkammer sowie der Spitalserhalter.

Für ein sofortiges Berufsverbot für die betroffenen Ärzte sprach sich BZÖ-Gesundheitssprecher Wolfgang Spadiut aus. "Nun kann einmal auch die Ärztekammer beweisen, dass sie eine Daseinsberechtigung hat und über diese Ärzte ein sofortiges Berufsverbot verhängen, wenn sie das nicht macht, gehört dieser Verein ohnehin abgeschafft", findet er.

apa.at

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