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APA-Artikel 22. August 2013

Ärztekammer zu Datenweitergabe (1) Ärztekammer kündigt Verbot für unklaren Datenhandel an

Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) wird auf dem Verordnungsweg die Weitergabe von Daten für Zwecke der Marktforschung regeln. Übermittlungen, die nicht eindeutig rechtskonform seien, würden in Zukunft verboten, teilte ÖÄK-Präsident Artur Wechselberger am Donnerstag in einer Aussendung mit. Auf diese Weise werde die Ärztekammer bestehende Lücken schließen und für unmissverständliche Klarheit sorgen.

Die Ankündigung des stellvertretenden Hauptverbands-Generaldirektors, Volker Schörghofer, die Datenweitergabe über Kassenvertrag zu unterbinden, ist aus Sicht des Ärztepräsidenten unzureichend, da diese Frage allgemein für alle Ärzte im Wirkungsbereich der Ärztekammern abzuhandeln sei. Mit Hinweis auf Datenskandale etwa im Bereich der Tiroler Gebietskrankenkasse stellte Wechselberger grundsätzlich die Glaubwürdigkeit der Sozialversicherung bei der Regelung sensibler Datenangelegenheiten in Frage. Bekanntlich sind zum Beispiel durch grobe Sicherheitsmängel bei der Tiroler Gebietskrankenkasse vor einiger Zeit Tausende Patientendaten an die Öffentlichkeit gelangt. Darüber hinaus komme es immer wieder vor, dass Abrechnungsdaten an falsche Ärzte adressiert und versandt werden, sagte Wechselberger.

Wie der ÖÄK-Vizepräsident und Bundeskurienobmann der niedergelassenen Ärzte, Johannes Steinhart, ergänzte, sei Schörghofer innerhalb des Hauptverbandes auch für das Management des elektronischen Gesundheitsaktes (ELGA) zuständig. Hier habe er in der Pilotphase der E-Medikation gerade mit jener Softwarefirma intensiv zusammengearbeitet, die auch jetzt im Zuge der aktuellen Fragen der Datenweitergabe durch Ärzte, Spitäler und Apotheker involviert sei, sagte Steinhart. 

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