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APA-Artikel 19. August 2013

WKÖ kritisiert Krankenstandsmissbrauch

Die Wirtschaftskammer (WKÖ) reagiert mit Kritik an Krankenstandsmissbrauch auf die am Montag veröffentlichte Arbeiterkammer-Studie, wonach Arbeitnehmer im Krankenstand häufig von ihren Arbeitgebern schlecht behandelt würden.

Die WKÖ erinnert an Zahlen der Wiener Gebietskrankenkasse, wonach die Sozialversicherung alleine 2011 1.465 Verdachtsfällen nachgegangen sei. In 948 Fällen habe es eine Schädigung gegeben, wobei 427 Mal die Versicherten, 521 Mal Ärzte den Schaden verursachten. Für Wien habe sich der Schaden auf 684.139,85 Euro belaufen. Krankenstandsmissbrauch treffe vor allem kleine und mittlere Betriebe, weil diese oft keinen Ersatz finden können, meint die Wirtschaftskammer.

"Auch wir wollen nicht, dass Arbeitnehmer mit ansteckenden Krankheiten arbeiten gehen", versichert Martin Gleitsmann, Leiter der sozialpolitischen Abteilung der WKÖ, am Montag in einer Aussendung: "Den heimischen Unternehmen liegt es fern, den gerechtfertigten Krankenstand erkrankter Mitarbeiter zu kriminalisieren". Gleichzeitig müsse es aber möglich sein, "eine ernsthafte Diskussion über das Thema Krankenstandsmissbrauch zu führen".

"Vorgetäuschte Krankenstände sind kein Kavaliersdelikt", sagt Gleitsmann. Um dieser Entwicklung vorzubeugen, sollte es verstärkte Anwesenheits- und gesundheitliche Kontrollen durch die Gebietskrankenkasse geben sowie die Pflicht, den Resturlaub während der Kündigungsfrist zu verbrauchen.

apa.at

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