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APA-Artikel 14. August 2013

Kärntner Ärztekammer warnt vor drohendem Mangel an Landärzten

Die Kärntner Ärztekammer warnt vor einem drohenden Mangel an Landärzten. Derzeit gebe es 154 Allgemeinmediziner außerhalb der Bezirksstädte, sagte ÄK-Präsident Josef Huber am Mittwoch vor Journalisten. In den kommenden fünf Jahren würden 34 von ihnen in Pension gehen, in den folgenden fünf Jahren weitere 39. Es werde immer schwerer, die Stellen nachzubesetzen, da der Beruf inzwischen wenig attraktiv geworden sei.

Die Kammer fordert daher eine Reihe von Gegenmaßnahmen. Es müsse eine adäquate Finanzierung längerer Öffnungszeiten geben, familienfreundlichere Arbeitsbedingungen und "bessere rechtliche Möglichkeiten für die Direktabgabe von Medikamenten durch den Arzt", also das Führen von Hausapotheken. Wenn die Politik nicht gegensteuere, werde es bereits in naher Zukunft massive Engpässe und Probleme bei der medizinischen Versorgung in den ländlichen Regionen geben. In früheren Jahren hätte es für jede frei werdende Kassenstelle mindestens zehn und mehr Bewerber gegeben, sagte Huber. Inzwischen sei es gerade noch eine Handvoll, in exponierten Lagen müsse man sogar Kandidaten suchen und eventuell Ausschreibungen verlängern bzw. wiederholen. Dies gefährde die Gesundheitsversorgung in den ländlichen Gebieten, Gegenmaßnahmen sind aus Sicht der Ärztekammer dringend notwendig.

apa.at

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