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APA-Artikel 13. August 2013

D: Vorwürfe von Transparency an die Pflegebranche

Die Anti-Korruptions-Organisation Transparency Deutschland hat in einer "Schwachstellenanalyse" schwere Vorwürfe an Betreiber von Pflegeheimen und -diensten gerichtet. Wie oft die Missstände vorkommen, sei aber unklar, räumt Transparency ein.

Diese Probleme sieht die Organisation:

- PERSONALEINSPARUNGEN: Heime blieben knapp unter der vorgegebenen Fachkraftquote - und behaupteten, sie fänden zu wenig Fachkräfte.

- MIETGESCHÄFTE: Vermieter von Heimen steckten mit Betreibern unter einer Decke - zu hohe Mieten müssten von Betroffenen, Kassen und Sozialämtern gezahlt werden.

- QUERSUBVENTIONIERUNG: Geld für die Pflege werde für Immobilien zweckentfremdet.

- FALSCHE ANGABEN: Ambulante Dienste ließen sich mehr Leistungen anrechnen, als sie wirklich erbringen.

- MANGELNDE BETRUGSREGISTRIERUNG: Betrüger könnten in anderen Bundesländern oder auch nur Stadtteilen unterkannt weitermachen.

- KLEINKORRUPTION: Etwa Sanitätshäuser brächten gegen Geld Heimleitungen dazu, bestimmte Rollstühle zu empfehlen.

- WEITERGABE VON PATIENTEN: Ambulante Dienste gäben Pflegebedürftige gegen Geld untereinander weiter.

- MANGELNDER EINFLUSS: Pflegebedürftige, Angehörige und Sozialämter müssten einen Großteil der Pflegekosten tragen - hätten in dem System aber kaum etwas zu sagen.

apa.at

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