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APA-Artikel 12. August 2013

Androsch: Weitere wichtige Erweiterung im österreichischen Präventions-Impfplan

Auf Initiative von Gesundheitsminister Alois Stöger wird ab Februar 2014 die Impfung gegen Humane Papilloma-Viren (HPV) in das kostenlose österreichische Kinderimpfprogramm aufgenommen. "Schutzimpfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten Präventionsmaßnahmen, sie gehören zu den wirksamsten Methoden, um vor Infektionskrankheiten zu schützen. Dies hat nicht nur einen positiven Einfluss auf die geimpfte Person von Kindesalter an, sondern ist auch volkswirtschaftlich von großer Bedeutung. "Mit einer Impfung und dem dadurch entstandenen Impfschutz erspart man der beziehungsweise dem Geimpften einerseits, eine oft lebensbedrohliche Krankheit durchzumachen, andererseits der Allgemeinheit, für die oft hohen Kosten der Behandlung einer Infektionskrankheit aufkommen zu müssen", zeigt sich Niederösterreichs Gesundheitsreferent Landesrat Maurice Androsch über die Ausweitung des Kinderimpfprogramms erfreut.

Im Jahr 1998 hat das Bundesministerium für Gesundheit unter der damaligen Ressortchefin Eleonore Hostasch in enger Zusammenarbeit mit den Bundesländern und dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger ein Kinderimpfprogramm geschaffen, das möglichst vielen Kindern den Gratis-Zugang zu diesen wichtigen Vorsorgemaßnahmen gegen ansteckende Erkrankungen bringen soll. Es erlaubt, dass alle in Österreich lebenden Kinder bis zum 15. Lebensjahr in den Genuss wichtiger Grundimmunisierungen und Auffrischungsimpfungen gelangen.

"Dank modernster Impfstoffe und eines ausgeweiteten kostenlosen Kinderimpfprogramms können unsere Kleinsten - und damit auch die Erwachsenen - vor gefährlichen Krankheiten wirksam geschützt werden. Leider nehmen noch nicht alle Eltern die Gratisimpfungen für ihre Kleinsten in Anspruch. Hier gilt es nicht nur an das Verantwortungsbewusstsein der Eltern zu appellieren, sondern auch die Bewußtseinsbildung für die Wichtigkeit von Schutzimpfungen in der Gesellschaft zu stärken", so Androsch abschließend.

Humane Papilloma-Viren (HPV) sind eine Gruppe von DNA-Viren, die die menschliche Haut- und Schleimhautzellen infizieren und dabei gutartige warzenähnliche Hautveränderungen (Papillome) sowie Karzinome verursachen können. Einige HPV-Typen (sogenannte "high risk types") gelten allerdings als Ursache für die Entwicklung bösartiger Tumore.

apa.at

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