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APA-Artikel 5. August 2013

VP Korosec: Wo bleibt der Ausbau der Rehaplätze für die Wienerinnen und Wiener?

"Rot-Grün muss deutlich mehr Initiativen setzen, um Menschen mit schweren Erkrankungen nach Möglichkeit durch adäquate Rehabilitationsangebote wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren. Eine Verlegung für mehrere Monate in ein Altenpflegeheim ist keine Lösung", betont die Gesundheitssprecherin der ÖVP, LAbg. Ingrid Korosec, in Replik zum jüngsten Medienbericht, wonach ein 41-jähriger Wiener nach einer Lungenentzündung und vier Tagen im künstlichen Tiefschlaf schließlich neun Monate im Pflegewohnhaus Leopoldstadt betreut worden ist.

"Dieser Fall zeigt deutlich, dass sich die Stadt Wien mit der Sozialversicherung dringend um den Ausbau von Reha-Plätzen kümmern muss, denn es stellt sich für mich die Frage, warum man im konkreten Fall für den jungen Mann keinen Platz in einer Rehabilitationseinrichtung gefunden hat", so Korosec.

Dass jüngere Menschen mit Behinderung seit Jahren mangels verfügbarer Betreuungsmöglichkeiten in Seniorenheimen wohnen, dürfe ebenfalls nicht länger achselzuckend hingenommen werden. Die Kritik der Volksanwaltschaft, wonach dieser Zustand eindeutig gegen die Bestimmungen der UN-Behindertenrechtskonvention verstößt, ist für die VP-Abgeordnete mehr als berechtigt.

"Ich bin daher sehr gespannt, welche beiden KAV-Einrichtungen die Gesundheitsstadträtin für das angekündigte Pilotprojekt, das es ab 2014 geben soll, im Auge hat. Bis dato wurde über solche Vorhaben noch nichts bekannt. Faktum ist, dass wir bei einer konsequenten Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ein ordentliches Betreuungskonzept in Wien brauchen, das auch einen Ausbau der Persönlichen Assistenz beinhaltet, sonst bleibt es bei den seit Jahren wiederholten Lippenbekenntnissen der Stadtregierung", so Korosec abschließend.

apa.at

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