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APA-Artikel 2. August 2013

Hilfswerk Kärnten Präsidentin Elisabeth Scheucher-Pichler zur Pflegegelddiskussion:

Im Zuge der aktuellen Diskussion um die teilweise Versachleistung des Pflegegeldes, fordert heute die Präsidentin des Hilfswerks Kärnten und Vizepräsidentin des Hilfswerks Österreich, Elisabeth Scheucher-Pichler, ein umfassendes und detailliertes Konzept.

Scheucher-Pichler: "Es ist löblich, wenn sich der Sozialminister über neue Auszahlungsmodelle und Finanzierungen beim Pflegegeld Gedanken macht. Allerdings ist er bisher konkrete Vorschläge schuldig geblieben. So oberflächlich wie es sich derzeit darstellt, warne ich davor, einfach Geld gegen Gutscheine zu tauschen. Das wäre ein massiver Einschnitt in die Entscheidungsfreiheit der Betroffenen, solange nicht ganz klar aufgezeigt wird, wie das Modell funktionieren soll."

Die Hilfswerk Präsidentin weist darauf hin, dass der Sozialminister derzeit noch nicht erklärt hat, welche Pflegedienstanbieter konkret in Anspruch genommen werden können, nach welchen Kriterien die teilnehmenden Anbieter ausgesucht werden, insbesondere spiele hierbei die Qualitätssicherung eine Rolle. Weiters fordert Scheucher-Pichler auch eine Offenlegung der Verwaltungskosten, die dieses Modell verursachen würde. "Ein gekoppeltes Modell der Sach- und Geldleistung verursacht immer mehr Verwaltungsaufwand. Hier muss sichergestellt sein, dass die Verwaltungskosten den Nutzen nicht übersteigen und sich nicht nachteilig beim Pflegegeldbudget niederschlagen."

"Man wird sich in diesem Zusammenhang auch darüber Gedanken machen müssen, wie man mit den ständig wachsenden Lebenserhaltungskosten umgeht. Auf Dauer wird man sich einer jährlichen Anpassung des Pflegegeldes an die Teuerungsrate nicht entziehen können, wenn man nicht in Zukunft ein von Altersarmut geprägtes Land sein möchte. Beim Pflegegeld geht es um wichtige sozialpolitische Entscheidungen. Da sind irgendwelche Wahlkampf-Experimente unangebracht, die letztendlich auf dem Rücken der Betroffenen ausgetragen werden", so Hilfswerk Präsidentin Scheucher-Pichler abschließend.

apa.at

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