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APA-Artikel 26. Juli 2013

Salzburgs Allgemeinmediziner erhalten um 10 Prozent höheres Honorar

Das Honorar für Allgemeinmediziner in Salzburg wird im Zeitraum 2013 bis 2015 um zehn Prozent erhöht. Doch nicht nur diese Anhebung, sondern auch strukturelle Verbesserungen für die Allgemeinmedizin standen im Vordergrund der nun abgeschlossenen Vertragsverhandlungen zwischen der Salzburger Gebietskrankenkasse (SGKK) und der Salzburger Ärztekammer. Die Mehrkosten für die SGKK werden 2013 bis 2015 rund 23 Millionen Euro betragen.

Die Honorare der niedergelassenen Ärzte werden unter Einrechnung aller neuen Kassenleistungen im heurigen Jahr um vier Prozent und in den nächsten beiden Jahren um 3,75 Prozent bzw. 3,2 Prozent steigen, informierte die SGKK am Freitag in einer Aussendung. In Summe ergebe dies ein Plus von rund elf Prozent bis zum Jahr 2015. Ein erheblicher Teil der Mehrkosten entfalle auf die Verbesserung allgemeinmedizinischer Leistungen, wurde betont.

"Wir investieren die Beitragseinnahmen unserer Versicherten in die Verbesserung der Versorgung. Der Ausbau hausärztlicher Leistungen und die Sicherung der Versorgung am Land sind zwei zentrale Ziele der SGKK", erklärte deren Obmann Siegfried Schluckner.

Ärzte sollen sich künftig in Teilgruppenpraxen eine Kassenstelle teilen können, es werden auch neue gesprächsmedizinische Leistungen eingeführt. Mehr Unterstützung erhalten auch Ärzte, die Zweitordinationen in entlegenen Regionen betreiben, um dort die ärztliche Versorgung zu garantieren. Zudem sollen neue fachärztliche Untersuchungsmethoden die Krankenanstalten entlasten.

Die SGKK hat dazu drei neue Untersuchungen als Honorarposition für niedergelassene Ärzte eingeführt, die bisher fast nur im stationären Bereich angeboten wurden. Es handelt sich um Aufzeichnungen der Schlafaktivitäten bei Verdacht auf Atemstillstände während des Schlafens, um technisch neue Augenuntersuchungen zur Früherkennung von Netzhautablösung und "Glaukomen". Farbcodierte Doppler-Duplex-Untersuchungen von Venen und Arterien bei Thromboseverdacht sollen zur Verbesserung der Versorgung vor allem "Innergebirg" führen.

Die Vorreiterrolle Salzburgs hinsichtlich der "Medikamentenvereinbarung" werde nun um das "Heilmittelberatungsgespräch" als neue Honorarposition ergänzt, was eine intensive und individuelle Betreuung von "multi-morbiden" Patienten ermögliche, hieß es in der Aussendung.

apa.at

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