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APA-Artikel 19. Juli 2013

Ärzte-Kontrollen: BZÖ-Spadiut: "Ärztekammer gehört abgeschafft"

"Seit 30 Jahren war es amtlich bekannt, dass es nicht nur schwere hygienische Missstände in einer Wiener Ärztepraxis gab. Die Ärztekammer hat es aber über Jahre nicht geschafft, dieser Ärztin sofort ein unbefristetes Berufsverbot zu erteilen. Nun will der Kammerpräsident zwar die Kontrolle der Ärzte verbessern, aber diese nicht aus der Hand geben. Das ist ja der Gipfel der Unverfrorenheit, wenn weiterhin Ärzte Ärzte kontrollieren. Die Ärztekammer gehört sofort abgeschafft", forderte heute BZÖ-Gesundheitssprecher Abg. Wolfgang Spadiut.

"Die Ärztekammer kümmert sich ohnehin nur darum, dass die Ärzte das Werbeverbot einhalten. Auch bei der Gesundheitsreform war der Ärztekammerpräsident Wechselberger lediglich "passiver Zuseher ohne konstruktiven Input". Der Ärztekammer geht es eigentlich nur um das Kassieren der Beiträge, für die Ärzte macht die Kammer ohnehin nichts", untermauerte Spadiut seine Forderung.

"In Österreich wird ein Würstelstand bei Bekanntwerden von hygienischen Missständen durch das Gesundheitsamt innerhalb von wenigen Stunden zugesperrt und der Betreiber verliert im Wiederholungsfall seine Konzession. In dieser Ärztepraxis trugen Frauen im Zuge von Schwangerschaftsabbrüchen schwere gesundheitliche Schäden davon, aber über Jahre hinaus kam es zu keinen Konsequenzen. Für die Zukunft muss daher eine eigene unabhängige Behörde diese Prüfagenden übernehmen. Dieses Gremium sollte mit einem lehrenden Universitätsprofessor einer medizinischen Fakultät und mit Juristen besetzt werden", sagte Spadiut.

apa.at

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