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APA-Artikel 11. Juli 2013

Österreich mit dritthöchstem Anteil bei EU-Krankenversicherungskarte

Österreicher haben mit einem Anteil von 95,75 Prozent an der Gesamtbevölkerung den drittgrößten Anteil in der EU an einer Europäischen Krankenversicherungskarte (EKVK). Nur Italien (100 Prozent) und Tschechien (96,09) liegen noch besser. Schlusslicht ist Rumänien, wo nur 0,6 Prozent der Bevölkerung eine EKVK besitzt. EU-Sozialkommissar Laszlo Andor betonte am Donnerstag in Brüssel, dass die Karte "in der Regel problemlos akzeptiert wird".

Komme ein EU-Land seinen Verpflichtungen nach Unionsrecht nicht nach und verweigere die Annahme der Karte, "wird die Kommission Maßnahmen ergreifen, um die Rechte der europäischen Bürger zu wahren". Konkret bedeutet dies, dass in diesem Fall ein Vertragsverletzungsverfahren der Kommission eingeleitet wird.

Mit der Vorlage der EKVK werde bestätigt, dass der Inhaber Anspruch auf medizinisch notwendige Behandlungen im öffentlichen Gesundheitswesen des Aufenthaltslandes hat, zu den gleichen Bedingungen und Kosten wie Einheimische. Die Karte darf allerdings nicht für geplante Behandlungen in einem anderen Land verwendet werden.

Hinter Italien, Tschechien und Österreich liegen beim Anteil der Europäischen Krankenversicherungskarte (Daten aus 2012) Malta (75,82 Prozent), Luxemburg (72,88), Spanien (65,23), Deutschland (64,37), Niederlande (41,79), Slowakei (35,43), Dänemark (33,99), Slowenien (28,03), Finnland (22,05), Griechenland (13,26), Ungarn (11,74), Litauen (,8,1), Estland (8,08), Lettland (7,64), Zypern (6,89), Polen (3,96), Bulgarien (3,6) und Rumänien (0,6). Keine Daten lagen aus Belgien, Frankreich, Großbritannien, Irland, Portugal und Schweden vor.

apa.at

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