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APA-Artikel 9. Juli 2013

CH: Spender von Blutstammzellen gesucht wie Stecknadel im Heuhaufen

Die Zahl der Menschen, die sich als Spender von Blutstammzellen registrieren lassen, steigt zwar an. Trotzdem ist es laut Blutspende SRK Schweiz schwierig, für jeden Patienten mit einer Krankheit wie Leukämie einen passenden Spender zu finden. Eine neue Kampagne mit Prominenten soll Abhilfe schaffen.

42'000 Personen sind derzeit in der Schweiz als Blutstammzellenspender registriert - doppelt so viele wie noch 2007. Weltweit sind 20 Millionen Menschen als Spender eingetragen.

Auch die Transplantationen von Blutstammzellen sind gemäss Bundesamt für Gesundheit stark gestiegen: Zwischen 1994 und 2006 hat sich die Zahl beinahe verdreifacht.

Die bekannteste Krankheit des Knochenmarks, die mit einer Blutstammzellenspende bekämpft werden kann, ist die Leukämie. Daneben gibt es weitere bösartige Erkrankungen des Blutes sowie Funktionsstörungen wie Immun- und Stoffwechseldefekte.

Wie Blutspende SRK Schweiz am Dienstag mitteilte, erkranken jedes Jahr in der Schweiz knapp 1000 Kinder und Erwachsene an einer dieser Krankheiten. Eine Spenderin oder einen Spender zu finden, sei aber sehr schwierig, da gewisse Gewerbemerkmale von Spender und Empfänger übereinstimmen müssten. Dabei gibt es Milliarden verschiedener Kombinationen. "Die Suche nach dem passenden Spender gleicht daher jener nach der Stecknadel im Heuhaufen", schreibt die Organisation.

Ohne Aufenthalt im Spital

Zudem sei die Möglichkeit der Blutstammzellenspende in der Bevölkerung kaum bekannt. Das soll sich nun ändern: Ziel ist es, 70'000 registrierte Spender in der Schweiz zu erreichen.

Dazu soll unter anderem eine neu lancierte Kampagne beitragen. Prominente Botschafter wie der ehemalige Mister Schweiz Renzo Blumenthal und die Rennfahrerin Christina Surer lassen über verschiedene Kanäle verlauten, dass sie sich als Spender registrieren lassen. Zudem gibt es neue Flyer und Broschüren, und ein Video ist in Planung.

Blutstammzellen kommen vor allem im Knochenmark und in geringerem Mass auch im Blut selbst vor. Sie sind für die Bildung von Blutzellen zuständig. Im Gegensatz zur Knochenmarkspende erfolgt die Spende von Blutstammzellen ohne Spitalaufenthalt in einem der drei Entnahmezentren in Zürich, Basel und Genf. Die Entnahme der Zellen dauert zwischen drei und sechs Stunden. Laut Blutspende SRK Schweiz erfolgen heute rund 80 Prozent der Spenden mit dieser Methode.

apa.at

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