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APA-Artikel 3. Juli 2013

Pharmig zu Stöger: Schritte in die richtige Richtung

Ansätze zur Reform des Gesundheitswesens erkennbar, Realisierung bleibt abzuwarten. Pharmig-Präsident wiederholt Forderung nach Einbindung der Industrie in die Gestaltung eines modernen Gesundheitswesens und bietet erneut Unterstützung an

"Bundesminister Stöger ist es jedenfalls gelungen, die Rahmenbedingungen für das Gesundheitswesen in Österreich zu verändern. Ob dies erwartungsgemäß den Patienten zu Gute kommen wird, wird sich zeigen", kommentiert Dr. Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig, die Ergebnisse der Arbeit von Minister Stöger in der auslaufenden Legislaturperiode. Huber bedauert in diesem Zusammenhang, dass Stöger bei der Umsetzung der Gesundheitsreform darauf verzichtet habe, die pharmazeutische Industrie in einem strukturierten und gesetzlich festgelegten Prozess einzubinden.

Huber konzediert Stöger Zielorientierung im Bereich der Kindergesundheit. Stöger hatte 2010 den Kindergesundheitsdialog initiiert, der dazu führte, Defizite in der Kindergesundheit aufzuzeigen. Ein konkretes Ergebnis dieses Dialoges sei die gemeinsame Anschubfinanzierung des Forschungsnetzwerks für Kinderarzneimittel, OKIDS: Gesundheitsminister und pharmazeutische Industrie teilen sich die Kosten von 1,5 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren.

Der Präsident der Pharmig, Dr. Robin Rumler, findet die Schwerpunktsetzung grundsätzlich richtig, da Österreichs Jugend im internationalen Vergleich ohnehin zu viel rauche, Alkohol trinke und sich zu wenig bewege. Dem Minister sei es aber nicht gelungen, einen den internationalen Standards entsprechenden Nichtraucherschutz zu etablieren. "Oberstes Ziel einer modernen Gesundheitspolitik muss es sein, den Menschen mehr gesunde Lebensjahre zu ermöglichen und das gesetzliche Pensionsantrittsalter in guter Gesundheit zu erreichen", fordert Rumler. Um dies zu erreichen, müsse die Politik das Augenmerk verstärkt auf Prävention und den adäquaten Einsatz der Mittel richten.

Obwohl elf Prozent der öffentlichen Ausgaben in Gesundheit investiert werden, hinkt Österreich im internationalen Vergleich der in Gesundheit erlebten Lebensjahre leider hinterher. Rumler wiederholt das Angebot einer aktiveren Mitwirkung an den Reformbestrebungen: "Wir haben", so Rumler, "den unbedingten Willen, unsere weltweite Therapie-Expertise, aber auch unsere Management- und Kommunikationserfahrung für die Gestaltung eines qualitätsvollen Gesundheitswesens transparent zur Verfügung zu stellen. Ich bin überzeugt, dass wir eine Gesundheitsreform in Österreich entscheidend und wertvoll unterstützen können!"

Über die Pharmig: Die Pharmig ist die freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband 120 Mitglieder (Stand Juni 2013), die den Medikamenten-Markt zu fast 100 Prozent abdecken. Die Mitgliedsunternehmen der Pharmig bieten Arbeitsplätze für ca. 10.000 Beschäftigte.

apa.at

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