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APA-Artikel 2. Juli 2013

Karlheinz Töchterle: Wichtiger Schritt gesetzt, noch nicht am Ende des Weges - Einbettung in Gesamtpaket für Hochschulen und Forschung

"Es ist ein wichtiger Schritt gesetzt, aber wir sind noch nicht am Ende des Weges", so Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle nach dem heutigen Gespräch betreffend der etwaigen Errichtung einer Medizinischen Fakultät Linz. "Für mich ist zentral, dass eine etwaige Realisierung jedenfalls in ein Gesamtpaket für Hochschulen und Forschung eingebettet sein muss - es braucht ein gesamthaftes Bekenntnis zum weiteren Ausbau", bekräftigte Töchterle. Gemeinsam - neben dem Minister nahmen Finanzministerin Fekter, Gesundheitsminister Stöger, Staatssekretär Ostermayer, Landeshauptmann Pühringer, Landesrätin Hummer, Landesrat Ackerl, Bürgermeister Dobusch und Rektor Hagelauer an dem Gespräch im Finanzministerium teil - sei man, gerade was die Finanzierung betrifft, einen großen Schritt weiter gekommen, "aber es sind noch wichtige Fragen zu klären", so Töchterle mit Verweis auf die Hochschulkonferenz, die Rahmenbedingungen für Ärzte und die Quotenregelung.

In der kommenden Woche (10. Juli) hat der Minister die Mitglieder der Hochschulkonferenz zu einer Sitzung geladen, an der auch Vertreter des Landes Oberösterreich teilnehmen werden. "Ich habe von Anfang an betont, die Mitglieder der Hochschulkonferenz einzubeziehen, handelt es sich doch um eine Entscheidung, die den gesamten Hochschulraum betrifft. Ohne die Hochschulkonferenz kann und will ich so eine Entscheidung nicht treffen", so Töchterle. Mit der heutigen Sitzung sei eine gute Entscheidungsgrundlage geschaffen worden.

Einmal mehr bekräftigte Töchterle, dass eine etwaige Medizinische Fakultät Linz keinesfalls zu Lasten des bestehenden Uni-Budgets bzw. anderer Standorte gehen dürfe - "mehr noch: eine etwaige Realisierung muss Teil eines Pakets sein, mit dem wir die Hochschulen, die Forschung und ihre Einrichtungen nachhaltig fördern." Es sei auch seine Verantwortung, dass der gesamte tertiäre Sektor ausgebaut wird und Linz im Sinne einer gesamtösterreichischen Entwicklung in den Hochschulbereich eingebettet ist. "Im Falle Oberösterreichs gibt es den Vorteil, dass das Land sehr viel selbst beiträgt." Weiters solle der Klinische Mehraufwand an allen drei Medizinuni-Standorten transparent und gerecht gelöst werden.

Betreffend der Novelle des Universitätsgesetzes, die das Einrichten Medizinischer Fakultäten ermöglicht und kommenden Freitag im Nationalrat beschlossen werden soll, betonte Töchterle: "Wir haben die zuletzt v.a. auch von Senatsvertretern geäußerte Kritik sehr ernst genommen und mit sämtlichen Beteiligten einen Abänderungsantrag formuliert. Damit wollen wir die Kritikpunkte ausräumen und - was mir gerade auch als ehemaliger Rektor sehr wichtig ist - die Qualität sicherstellen."

Ein weiterer Schritt werde sein, mit der Europäischen Kommission betreffend Quotenregelung in Kontakt zu treten. Das sei ganz im Sinne Oberösterreichs, geht es doch darum, mit einer etwaigen Medizinischen Fakultät die Ärzteversorgung in Oberösterreich zu sichern - das wäre ohne Quote nicht möglich. Um Oberösterreich für Mediziner attraktiver zu machen, müsse aber auch Gesundheitsminister Stöger einen wesentlichen Beitrag leisten und die Rahmenbedingungen entsprechend gestalten, etwa auch mit einer Reform der Turnusausbildung.

apa.at

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