zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 2. Juli 2013

NÖ Gebietskrankenkasse mit Plus im Geschäftsjahr 2012

Die niederösterreichische Gebietskrankenkasse hat im Geschäftsjahr 2012 ein Plus von 21,4 Mio. Euro erzielt. Der strikte Konsolidierungskurs habe zu dieser positiven Entwicklung geführt, hieß es in einer Aussendung am Dienstag.

Die Krankenkasse habe dieses Plus aus eigener Kraft geschafft, sagte Obmann-Stellvertreter Michael Pap zum Rechnungsabschluss. Aus Solidarität sei an finanzschwächere Kassen eine Nettohilfe in der Höhe von 7,5 Mio. Euro geleistet worden, der restliche Überschuss von 13,9 Mio. Euro wurde in die gesetzlich vorgesehene Leistungssicherungsrücklage verbucht. "Das offizielle Ergebnis ist damit eine schwarze Null", so Pap. "Die Kasse ist nach Jahren wieder schuldenfrei."

Der gute Trend setzt sich der Aussendung zufolge heuer fort: Im aktuellen Geschäftsjahr werde ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 11,3 Mio. Euro erwartet. Neben Zahlungen an den Ausgleichsfonds soll ein prognostizierter Jahresüberschuss von 8,6 Mio. Euro in die Leistungssicherungsrücklage gezahlt werden. Aufgrund der düsteren Prognosen auf dem Arbeitsmarkt seien die finanziellen Aussichten auf die Folgejahre jedoch gedämpft.

Das Budget der NÖGKK betrug 2012 insgesamt 1.962,3 Mio. Euro. Dank gute Lohnabschlüsse seien die Beitragseinnahmen um 4,5 Prozent auf 1.655 Mio. Euro gestiegen, demgegenüber erhöhten sich die Versichertenleistungen um 3,3 Prozent auf 1.847 Mio. Euro. "Nur 2,3 Prozent der Gesamtaufwendungen wurden für die Verwaltung benötigt", sagte Pap. Das sei "konkurrenzlos niedrig".

Die drei Hauptausgabeposten waren Spitäler, ärztliche Hilfe und Medikamente. Mit 497 Mio. Euro war die Überweisung an den Landeskrankenanstaltenfonds "der größte Brocken", so Pap: "Das bedeutete eine Steigerung von satten 5,8 Prozent." Im Vergleich dazu wuchsen die Ausgaben für ärztliche Hilfe um 2,8 Prozent auf 473 Mio. Euro an. Die Heilmittel schlugen sich 2012 mit insgesamt 436 Mio. Euro nieder, was dank des verstärkten Verschreibens von Generika einen Anstieg von lediglich zwei Prozent entspreche.

Bei der Erweiterung des Angebotes hätten Prävention und Verbesserung der Kindergesundheit Priorität. Die Mittel für die Gesundheitsförderung seien um 26 Prozent aufgestockt worden. Als erste Gebietskrankenkasse habe die NÖGKK 2012 eine flächendeckende Versorgung mit Vertragsärzten für Kinder- und Jugendpsychiatrie umgesetzt.

Zum Ausbau der ärztlichen Versorgung im Land hieß es, dass in den vergangenen fünf Jahren 39 zusätzliche Ärzte - mit Schwerpunkt Gruppenpraxen - unter Vertrag genommen wurden. Auch an Nachwuchs fehle es nicht, für die meisten Kassenstellen gebe es mehrere Bewerber.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben