zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 2. Juli 2013

NÖGKK-Bilanz 2012: Zwei Milliarden für die Gesundheit

Der strikte Konsolidierungskurs trägt Früchte: Die NÖ Gebietskrankenkasse erzielte im Geschäftsjahr 2012 ein Plus von 21,4 Mio. Euro. "Wir haben gut gewirtschaftet", freute sich der Obmann-Stellvertreter der NÖGKK, KR Michael Pap, über den Rechnungsabschluss, der am 26. Juni von der Generalversammlung beschlossen und heute auf einer Pressekonferenz in St. Pölten präsentiert wurde.

Die Krankenkasse habe dieses Plus aus eigener Kraft geschafft, sagte Pap. Aus Solidarität wurde an finanzschwächere Kassen eine Nettohilfe in der Höhe von 7,5 Mio. Euro geleistet. Der restliche Überschuss von 13,9 Mio. Euro ist in die gesetzlich vorgesehene Leistungssicherungsrücklage verbucht worden. "Das offizielle Ergebnis ist damit eine schwarze Null", rechnete Pap vor. "Die Kasse ist nach Jahren wieder schuldenfrei."

Finanzkonsolidierung geschafft!

Das Budget der NÖGKK betrug 2012 insgesamt 1.962,3 Mio. Euro. Gute Lohnabschlüsse brachten der Krankenkasse mehr Beiträge: Der Steigerung der Beitragseinnahmen um 4,5 % auf 1.655 Mio. Euro stand ein moderaterer Anstieg der Versichertenleistungen von 3,3 % auf 1.847 Mio. Euro gegenüber. Die drei Hauptausgabeposten waren Spitäler, ärztliche Hilfe und Medikamente. "Unter der Position ,Überweisung an den Landeskrankenanstaltenfonds verbuchten wir 497 Mio. Euro. Das war der größte Brocken", sagte Obmann-Stellvertreter Pap. "Das bedeutete eine Steigerung von satten 5,8 %." Im Vergleich dazu wuchsen die Ausgaben für ärztliche Hilfe um 2,8 % auf 473 Mio. Euro an. Die Heilmittel schlugen sich 2012 mit insgesamt 436 Mio. Euro zu Buche. "Das verstärkte Verschreiben von Generika trug mit dazu bei, dass dieser Posten nur um 2 % anwuchs", erklärte Pap auf der Pressekonferenz.

Am unteren Ende der Ausgabenskala standen die Kosten für Verwaltung. "Nur 2,3 % der Gesamtaufwendungen wurden für die Verwaltung benötigt", sagte der Obmann-Stellvertreter. "Das ist konkurrenzlos niedrig. Bei Privatversicherungen kann das bis zu 20 % ausmachen."

Zum Wohle der Versicherten: Ausbau des Angebotes

Gutes Wirtschaften schafft neue Möglichkeiten: Die NÖGKK investiert laufend zum Wohle ihrer Versicherten. "Bei der Ausweitung unseres Angebotes haben wir ganz klare Prioritäten gesetzt - nämlich Prävention und die Verbesserung der Kindergesundheit", erklärt der Generaldirektor der NÖGKK, Mag. Jan Pazourek. "Was die Gesundheitsförderung betrifft, haben wir eine Fünf-Jahresstrategie beschlossen und die Mittel um 26 % aufgestockt." Die NÖGKK setzte 2012 als erste Gebietskrankenkasse eine flächendeckende Versorgung mit Vertragsärzten für Kinder- und Jugendpsychiatrie um. Darüber hinaus habe die Kasse das Angebot im Bereich der psychischen Gesundheit verbessert, sagte Pazourek.

Eine große Bedeutung hat der Ausbau der ärztlichen Versorgung im Land. "In den letzten fünf Jahren nahm die NÖGKK 39 zusätzliche Ärzte unter Vertrag. Ein Schwerpunkt lag dabei bei den Gruppenpraxen", erklärte Obmann-Stellvertreter Pap. Vor allem in den Wachstumsgebieten Niederösterreichs wurden mehr Planstellen geschaffen. "Das heißt aber nicht, dass wir in entlegenen Regionen die Infrastruktur abbauen", stellt Pap klar. "Die Versorgung ist überall gesichert!" Auch an Nachwuchs fehle es nicht, für die meisten Kassenstellen gebe es mehrere Bewerber.

Gute Entwicklung: Plus auch für 2013

Der gute Trend setzt sich 2013 fort. Im aktuellen Geschäftsjahr wird ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 11,3 Mio. Euro erwartet. Neben Zahlungen an den Ausgleichsfonds soll ein prognostizierter Jahresüberschuss von 8,6 Mio. Euro in die Leistungssicherungsrücklage gezahlt werden. Aufgrund der düsteren Prognosen auf dem Arbeitsmarkt sind die finanziellen Aussichten auf die Folgejahre jedoch weniger gut.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben