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APA-Artikel 1. Juli 2013

D: Ärztepräsident fordert besseren Gesundheitsschutz für Migranten

Angesichts von Missständen bei der medizinischen Versorgung von Ausländern ohne ausreichende Krankenversicherung dringt Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery auf staatliche Lösungen. Patienten aus anderen EU-Staaten hätten in Deutschland oft nicht genug Versicherungsschutz, sagte der Präsident der Bundesärztekammer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Dieses Problem müsse staatlich gelöst werden. So könnten etwa mehrere Staaten einen Fonds finanzieren, aus dem der Gesundheitsschutz bezahlt werde.

Bereits die Ethikkommission der Bundesärztekammer hatte Verbesserungen gefordert. Geschätzt seien rund 200 000 bis 600 000 Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus in Deutschland. Sie wagten sich oft aus Angst vor Abschiebung nicht zum Arzt. Dazu kämen viele Menschen aus den vorwiegend osteuropäischen EU-Ländern ohne Anstellung und Versicherungsschutz sowie Asylsuchende mit oder ohne gesicherten Aufenthaltsstatus.

Auch der 116. Deutsche Ärztetag forderte Ende Mai in mehreren Beschlüssen Lösungen für dieses soziale Problem. Mehr Therapieangebote für Folteropfer aus anderen Ländern in Deutschland forderte die Grünen-Gesundheitsexpertin Maria Klein-Schmeink.

apa.at

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