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APA-Artikel 1. Juli 2013

D: Hausärzte sollen besser bezahlt werden - Ärztechef unzufrieden

Deutschland fehlt es zunehmend an Hausärzten, warnen Experten und Mediziner seit Jahren. Nun sollen sie gestärkt werden. Doch die Allgemeinmediziner bleiben skeptisch.

Angesichts des drohenden Mangels an Hausärzten in Deutschland sollen die Allgemeinmediziner vom 1. Oktober an besser bezahlt werden. Anders als heute sollen die Ärzte Gespräche mit Patienten eigens abrechnen können, teilte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) am Freitag in Berlin mit. Zudem soll es eine neue Pauschale geben, deren Höhe sich nach dem Alter der Versicherten und somit dem Betreuungsbedarf richtet. Zusätzliche Mittel würden für die Betreuung Alter, unheilbar Kranker und bestimmter Kinder fließen.

Ziel der von der KBV und dem Krankenkassenverband beschlossenen Regeln sei es, dass der Hausarztberuf attraktiver wird und mehr junge Mediziner diese Laufbahn einschlagen. Der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, bezweifelt aber, dass die Grundversorgung so wirklich gestärkt wird. "Wir sind nicht überzeugt, dass dies mit dem jetzt erzielten Kompromiss erreicht werden kann, da hier lediglich eine Umverteilung der Mittel stattfindet und dafür keine zusätzlichen Gelder bereit gestellt worden sind."

Der Beschluss setzt Teile einer Einigung zwischen KBV und Kassen vom Oktober um. Damals vereinbarten beide Seiten nach langem Streit zusätzliches Honorar für Deutschlands Kassenärzte von bis zu 1,27 Milliarden Euro für 2013. Die Grundversorgung sollte mit 250 Millionen Euro gestärkt werden. Die nun getroffenen Regeln bleiben nach Angaben der KBV in diesem Rahmen.

apa.at

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