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APA-Artikel 27. Juni 2013

Seniorenrat für Erhalt von Hausapotheken und Pflegegeld-Valorisierung

Der Österreichische Seniorenrat hat sich in seiner letzten Sitzung vor dem Sommer mit den Themen Pflege, Teuerung, Pensionen und Gesundheitsreform beschäftigt. Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag forderten die Seniorenrats-Präsidenten Karl Blecha (SPÖ) und Andreas Khol (ÖVP) unter anderem den Erhalt von Hausapotheken und pochten erneut auf die Valorisierung des Pflegegelds.

Empört zeigte sich der Seniorenrat über den „Österreich-Aufschlag“ bei Preisen: Untersuchungen der Arbeiterkammer zeigten, dass das Preisniveau von Lebensmitteln und Drogerieprodukten in Deutschland deutlich billiger sei als in Österreich. Betroffen seien vor allem Pensionistenhaushalte. „Wir laden die Bundeswettbewerbsbehörden ein, sich Preisabsprachen in dem Bereich anzusehen“, sagte Khol.

Das zwanzigjährige Bestehen des Bundespflegegeldgesetzes, das am 1. Juli 1993 beschlossen wurde, nahmen die Seniorenvertreter zum Anlass, um erneut eine jährliche automatische Anpassung des Pflegegelds an die steigenden Pflegekosten zu fordern. Auch ein Gesamtkonzept zur Pflegereform fehle, kritisierte Khol. Über die Gesundheitsreform sagte Khol, sie sei „nicht zahnlos und ein wichtiger Schritt“, auch wenn nach wie vor ein Hausarztkonzept fehle. Für die Absicherung der Hausapotheken will der Seniorenrat in der nächsten Legislaturperiode kämpfen.

Blecha verteidigte das Pensionssystem, das sich in allen Krisenzeiten hervorragend bewährt habe. „Wir treten den verrückten, absurden Ideen entgegen, man könne den Staatszuschuss streichen“, betonte Blecha. Betriebspensionen sollten von der geplanten Finanztransaktionssteuer ausgenommen sein, forderte der Seniorenrat außerdem in einer Aussendung.

Der Österreichische Journalisten Club und der Seniorenrat schreiben zum fünften Mal den Medienpreis „Senioren-Rose“ aus, der für „wirklichkeitsgetreue Darstellung der Lebensrealität von Senioren“ vergeben wird. Mit der „Senioren-Nessel“ werden Beträge bedacht, die „ins Klischee-Kisterl greifen“. Ende der Einreichfrist ist der 31. Oktober 2013.

apa.at

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