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APA-Artikel 27. Juni 2013

NÖGKK-Hutter: "Bessere Versorgung, dort, wo sie die Menschen brauchen"

"Gestern haben Bund, Länder und Kassen gemeinsam einen Etappensieg in Richtung Gesundheitsreform errungen!", freut sich NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter über die erfolgreiche Einigung auf einen sogenannten "Zielsteuerungsvertrag" auf Bundesebene. Inhalt dieses Vertrages sind die Eckpunkte für die Verbesserung der Qualität in der Versorgung. Ohne dass das System zu teuer und damit irgendwann unfinanzierbar wird. Hutter: "Der Vertrag gibt uns gleichzeitig den Rahmen vor, in dem wir gemeinsam und partnerschaftlich mit dem Land NÖ bis zum Herbst Versorgungs-, Qualitäts- und Finanzziele festlegen." Eckpunkte sind niederschwellige, wohnortnahe Primärversorgung rund um die Uhr, neue ambulante Versorgungsformen (wie z. B. Gruppenpraxen), einheitliche Qualitätsstandards und Dokumentation, aber auch Neuerungen wie ein telefonisches und webbasiertes Beratungsservice für medizinische Fragen.

Vom Einzelkämpfer zum Teamspieler

Was heißt das konkret? Was wird für die Menschen besser? Hutter: "Wir in Niederösterreich haben ja eine gute Ausgangssituation, die zwei getrennten Bereiche Arztordinationen wie auch die Spitäler arbeiten sehr gut - aber eben unabhängig voneinander." Daher geht es nicht darum, mehr vom selben zu machen, Einrichtungen und Bestehendes zu "verwalten", sondern sich an der Wirkung zu orientieren. "Die gemeinsame Planung geht weg von der Einrichtungsorientierung - z. B. wo ist eine bestimmte Krankenhausabteilung, die ausgelastet werden muss - hin zum Patienten."

Der erste Schritt war die Festlegung auf zehn Gesundheitsziele für Österreich, die von gesundheitlicher Chancengleichheit, Ernährung, Bewegung, dem Aufwachsen von Kindern bis hin zur Gesundheitskompetenz führen. Nach der Einigung auf den Zielsteuerungsvertrag geht es jetzt auf Landesebene darum, mit geeigneten Maßnahmen die Ziele zu erreichen. Hutter: "Grundlage dafür ist, dass aus den "Einzelkämpfern" Krankenkasse und Spitalsbereich ein Team wird. Gemeinsam müssen wir die Strategie umsetzen: Wie bekommen wir den Ball ins Tor? Wie erreichen wir die verbesserte Wirkung für die Menschen?"

Was wird für den Patienten besser?

Ein Hauptwort der Gesundheitsreform ist der "best point of service". Heißt zu Deutsch: Der Patient wird dort behandelt, wo es medizinisch sinnvoll und für ihn am besten ist. Es geht um bessere gemeinsame Organisation, bessere Prozesse, weniger Irrwege. Hutter. "Für den Patienten heißt das: die richtige Therapie am richtigen Ort, schnellere Befunde, keine sinnlosen Wege und langen Wartezeiten. Der Weg dorthin ist, dass wir uns gemeinsam anschauen: Wo ist eine Leistungsausweitung oder Leistungsverlagerung notwendig, wo bekommen die Patienten gleich die richtige Therapie - das macht's auch insgesamt kostengünstiger, das ist unsere Zukunft."

apa.at

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