zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 26. Juni 2013

Psychologengesetz dringend notwendig für Qualitätsverbesserung

Der Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen begrüßt den Entwurf des Psychologengesetzes 2013 als richtungsweisend und als wichtigen Schritt zur weiteren Qualitätssicherung und hofft auf einen breiten Beschluss durch den Nationalrat.

"Entgegen der geäußerten Kritik, enthält der Entwurf keine neuen Berufsbefugnisse für Klinische Psychologinnen und Gesundheitspsychologinnen. Sowohl die klinisch-psychologische Diagnostik als auch die klinisch-psychologische Behandlung sind bereits mit dem ersten Psychologengesetz 1991 gesetzlich verankert worden und werden nicht neu erfunden", macht Ulla Konrad, Präsidentin des Psychologenverbandes, deutlich.

"Auch bleiben sämtliche Arbeitsbereiche anderer gesetzlich geregelter Gesundheitsberufe durch den Entwurf unangetastet. Man will mit dem neuen Gesetz verhindern, dass Angehörige von nicht gesetzlich geregelten Gesundheitsberufen krankheitswertige Störungen behandeln dürfen", widerspricht Konrad den Kritikern.

Mit dem neuen Gesetz wird der Umfang der theoretischen und praktischen psychologischen Ausbildung erweitert und somit die Qualität verbessert. Die Verankerung einer unabhängigen Prüfungskommission garantiert zusätzlich eine Ausbildung auf hohem Niveau im Sinne der Patienten.

Mehr Transparenz für KlientInnen soll die Schaffung von Zusatzbezeichnungen garantieren, die Hinweise auf die berufliche Spezialisierung wie z.B. von Kinderpsychologen oder Bildungspsychologen geben.

"Nach 20 Jahren ist es dringend an der Zeit das Psychologengesetz zu erneuern. Damit wird den notwendigen Anpassungen an neue Rechtsnormen sowie dem Anspruch auf ein modernes, zeitgemäßes Berufsgesetz für Psychologinnen Rechnung getragen", ist Konrad überzeugt.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben