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APA-Artikel 25. Juni 2013

Steirische KAGes fing 2012 Kostenwuchs ein und blieb unter Vorgaben

Die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) hat im Jahr 2012 die Kostensteigerungen abgefangen und u.a. einen um 22,9 Mio. Euro besseren Betriebserfolg erzielt als ursprünglich geplant gewesen, so die zuständige Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder am (ÖVP) am Dienstag bei der Bilanz-Präsentation in Graz. Auch bei den Maßnahmen zum Ausbau der ambulanten Behandlung sei man gut unterwegs: 2012 wurden 270.067 Patienten stationär, 926.179 Menschen ambulant behandelt. In ersterem Bereich liege man unter den Planungen, im zweiten darüber. Auch die Zahl der Belegstage und der Belegsdauer habe sich verringert, so die Landesrätin.

Geplant waren 2012 rund 1,611 Mrd. Belegstage, tatsächlich habe man 1,564 Mrd. Tage verbucht. Auch die Belegsdauer von Betten habe man von kalkulierten 5,9 auf 5,79 Tage senken können. Neben anderen Kostensenkungsmaßnahmen wie etwa beim Einkauf habe man so einen besseren Betriebserfolg erzielt. Die 22,9 Mio. Euro würden dafür verwendet, um für nicht besetzte Stellen in den einzelnen Häusern Personal zu holen.

Beim Betriebserfolg 2012 habe man ein Minus von 413 Mio. Euro veranschlagt, tatsächlich seien es dann etwas über minus 390 Mio. Euro geworden, woraus sich eine Differenz von 22,9 Mio. Euro ergebe, so der für Finanzen zuständige KAGes-Vorstand Ernst Fartek. Bei den Betriebsaufwendungen waren rund 1,374 Mrd. Euro vorgesehen, tatsächlich wurde es dann rund 1,419 Mrd. Euro. Fartek erklärte dazu, dass man eigentlich bei 1,381 Mrd. Euro und somit unter der Vorgabe gelegen wäre, aber die Personalüberlassung sei 2012 für einige Monate besteuert gewesen, weshalb man für diesen Bereich alleine 57,3 Mio. Euro mehr aufwenden habe müssen. Es sei jedenfalls gelungen, die seit Jahren steigende Kostenentwicklung einzubremsen. In Österreich hätten die Spitalsfinanzierer eine durchschnittliche jährliche Steigerung von vier Prozent, die KAGes liege bei 1,8 Prozent, sagte Fartek. Zum Vergleich: Der Verbraucherpreisindex liege im Schnitt bei 2,3 Prozent.

An Investitionen habe die KAGes 36,2 Mio. Euro vorgenommen, über die Krankenanstalten-Immobiliengesellschaft (KIG) flossen 85,4 Mio. Euro, was gesamt 121,6 Mio. Euro ausmacht. Zu den größten Vorhaben gehörten die Ausbauten der Chirurgie in Graz, das LKH Leoben sowie die Einrichtung der Blutbank. Edlinger-Ploder meinte in diesem Zusammenhang, dass eine kluge Investition Folgekosten spare: "Beim LKH Fürstenfeld haben wir eine Mio. Euro mehr in die Hand genommen als notwendig gewesen wäre - um die internen Abläufe zu verbessern. In drei Jahren hat sich das amortisiert, auf lange Sicht haben wir weniger Kosten und weniger Abgang."

Mit Ende 2013 werde man 21 der im Regionalen Gesundheitsplan (GSP) vorgesehenen Projekte umgesetzt haben, im Endziel werden es 37 Vorhaben sein, sagte Edlinger-Ploder. Vorstandsvorsitzender Karlheinz Tscheliessnig meinte für den Bereich Personalentwicklung und Attraktivierung des Ärztedienstes, dass man verschiedene Arbeitspakete ins Leben gerufen habe. So soll die Ausbildungsqualität der Turnusärzte verbessert werden, generell soll ärztliche Tätigkeit von Verwaltungsarbeiten entlastet werden. Bei einer KAGes-Führungskräftetagung im November werde man weitere Schwerpunkte setzen und bearbeiten, mit eigenen Workshops. Ähnliche Veranstaltungen alle drei Jahre böten die Chancen zu eventuell erforderlichen Kurskorrekturen.

Die KAGes betreibt 22 Krankenhäuser bzw. Pflegezentren an 28 Standorten in mehreren Verbünden. Bereits stehen 5.961 Betten, davon 978 in der Sonderklasse (Stand Jahresende 2012). Nach Angaben von Edlinger-Ploder ist die KAGes der größte Arbeitgeber im Land mit rund 16.600 Beschäftigten.

apa.at

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