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APA-Artikel 21. Juni 2013

Gesundheitsreform - Ärztekammer bekräftigt ihre Forderungen

Die Ärzte erwarten sich von der Gesundheitsreform eine "Überarbeitung der Allgemeinmediziner-Ausbildung, bessere Honorierung, moderne Leistungskataloge und praxistaugliche Möglichkeiten der ärztlichen Zusammenarbeit". Ärztekammer-Präsident Artur Wechselberger verlangte am seit Donnerstag stattfindenden Ärztekammertag in Baden darüber hinaus die Einbindung der Ärzte in die Verhandlungen sowie Maßnahmen zur Entlastung der Spitalsambulanzen und warnte vor mehr Bürokratie im Gesundheitswesen.

"Wir rechnen mit einem Zuwachs an Bürokratie, den die zehn Zielsteuerungskommissionen mit Sicherheit verursachen werden", sagte Wechselberger. Die Zielsteuerungsverträge sollen in Zukunft die Struktur des Gesundheitswesens in Österreich regeln. "Auch die geplante Einrichtung neuer Monitoring- und Kontrollinstanzen werde Mittel verschlingen, die dann in der direkten Patientenbetreuung fehlen." Die Ärzte fühlen sich bei den Verhandlungen zur Gesundheitsreform ausgegrenzt. Wechselberger glaubt, dass die Reform auf einen Rückbau der Versorgung durch niedergelassene Ärzte und eine Zentralisierung auf Spitäler hinauslaufe.

Weiters will Wechselberger, dass die Daten für die elektronische Gesundheitsakte (ELGA) über das gemeinsame elektronische Netz der Sozialversicherungen und der Ärztekammer ausgetauscht werden. Ein Kanal dieses Netzes dient dem Austausch der E-Card-Daten.

apa.at

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