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APA-Artikel 20. Juni 2013

Team Stronach NÖ: Stärkung der Hausärzte forcieren

Zu Beginn seiner Ausführungen in der Nö Budgetdebatte wies LAbg. Dr. Herbert Machacek eine heute von der FPÖ gestellte Forderungen zurück: "Es ist ganz schlimm, Krankenkassen für Inländer und solche für Ausländer zu fordern! Ebenso ist es für eine Reform der Sozialversicherungsträger völlig egal, mit welcher Kasse der Patient zu mir als Arzt kommt! Auch ist der immer wieder behauptete Missbrauch der E-Card so minimal, nämlich nur ein Prozent, dass Maßnahmen dagegen z.B die Ausstattung aller E-Cards mit Fotos, unverhältnismäßig teuer wären."

Der Landtagsabgeordnete wies darauf hin, dass in NÖ drei Mitglieder der Landesregierung für den Bereich Gesundheit zuständig sind, nimmt man die Personalagenden hinzu sind es sogar vier Regierer. Anderer Bundesländer schaffen es mit ein oder zwei Regierungsmitgliedern! Im Weiteren wies Machacek darauf hin, dass nach dem Studium des vorliegenden Budgetentwurfs 2014 in diesen die Vorgaben der am 24. Mai im Parlament beschlossenen Gesundheitsreform nicht eingeflossen sind. So gibt es beim Budget für die Landeskrankenanstalten eine Steigerung von 5 Prozent! Auch spiegelt sich die durch diese Gesundheitsreform vorgegeben Zuständigkeit des Landes für den niedergelassenen Bereich im Budget nicht wieder! Ganz im Gegenteil wird der niedergelassene Bereich von der Landespolitik vernachlässigt, was dazu führt, dass Landarztpraxen nicht mehr nachbesetzt werden und die Betreuung vor allem älterer Menschen gefährdet ist.

Die Ärztin Dr. Gabriele Von Gimborn legte in ihrer Wortmeldung dar, dass es die vielfach behauptete flächendeckende medizinische Versorgung gar nicht mehr gibt: "Die Landärzte sind aussterbende Dinosaurier. Ein Viertel aller niedergelassenen Ärzte ist über 60 Jahre alt und steht damit vor der Pensionierung. Junge Ärzte kommen nicht mehr im notwendigen Ausmaß nach, weil sie die Arbeitsbedingungen im niedergelassenen Bereich, der vor allem durch Bürokratie dominiert ist, nicht mehr akzeptieren! Die Jungmediziner folgen immer mehr dem Ruf ins Ausland, wohin sie mit Inseraten in ärztlichen Fachmagazinen, mit weniger Bürokratie und mit bessere Bezahlung abgeworben werden."

Aus diesen inhaltlichen Gründen wird das Team Stronach diesem Kapitel des Budgets nicht zustimmen.

apa.at

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