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APA-Artikel 13. Juni 2013

Oberhauser: Leistungen im Gesundheitsbereich ausbauen und nicht zusammensparen

"Wir müssen das Gesundheitssystem in Österreich weiter ausbauen und die Leistungen für die Menschen verbessern und nicht zusammenkürzen. Durch die Pläne der ÖVP würden der Kranken- und Unfallversicherung pro Jahr über 538 Millionen Euro fehlen. Damit wäre ein Leistungsausbau in den kommenden Jahren völlig unmöglich", kommentiert SPÖ-Gesundheitssprecherin Sabine Oberhauser den vom Koalitionspartner vorgeschlagenen Kahlschlag in der Gesundheitsversorgung. "Kaum können die Krankenkassen wieder Luft schnappen, möchte ihnen die ÖVP die Daumenschrauben ansetzen", so Oberhauser. Gerade durch die erfolgreiche Kassensanierung und die mit allen Partnern beschlossene Gesundheitsreform wurde das Gesundheitssystem abgesichert, um Leistungen erweitern zu können.

"In den kommenden Jahren ist ein Leistungsausbau im Bereich der Zahnmedizin und bei der Behandlung von psychischen Erkrankungen dringend notwendig. Mit den vorgeschlagenen Kürzungen wird es schwer, die bestehenden Leistungen aufrecht zu erhalten, neue Leistungen für die Menschen wären nicht mehr finanzierbar", betonte die SPÖ-Gesundheitssprecherin am Donnerstag im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst. Die Krankenkassen würden jährlich 136 Millionen Euro verlieren, die Unfallversicherung 402 Millionen Euro. "Von den Kürzungen bei der Unfallversicherung profitieren ausschließlich Unternehmer und nicht einfache Angestellte. Das ist für mich der falsche Weg."

Und weiter: "Ich will auch keine flächendeckenden Selbstbehalte durch die Hintertür. Weniger Selbstbehalt bei einer gesunden Lebensweise, so wie der Koalitionspartner es vorschlägt, setzt einen Selbstbehalt in allen Kassen voraus. In den Gebietskrankenkassen können jetzt die Vorsorgeuntersuchungen ohne Griff in die Geldbörse in Anspruch genommen werden. Ich will, dass das so bleibt", stellte Oberhauser klar. Diese Bundesregierung habe in den vergangenen Jahren im Gesundheitsbereich viel bewegt und große Reformen umgesetzt. "Beispiele sind die erfolgreiche Kassensanierung, der Beschluss der elektronischen Gesundheitsakte ELGA und die Gesundheitsreform. Ziel bei jeder Reform war es, in Zukunft mehr Leistungen bei besserer Qualität anbieten zu können. Ich hoffe, dass der Koalitionspartner diesen gemeinsam Weg nicht verlässt", so Oberhauser.

apa.at

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