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APA-Artikel 11. Juni 2013

CH: Politik soll psychische Erkrankungen ernster nehmen

Der Bundesrat soll psychischen Erkrankungen mehr Beachtung schenken. Er soll aufzeigen, wie er eine Studie über die Häufigkeit solcher Erkrankungen wertet und welche Massnahmen er zu ergreifen gedenkt, um diesen vorzubeugen. Der Ständerat hat am Dienstag ein Postulat an den Bundesrat überwiesen.

Den Anstoss gab die Petition "Für uns alle - gegen Ausgrenzung", die von über 10'000 Personen unterzeichnet worden war. Die Gesundheitskommission des Ständerates gab der Petition des Aktionsbündnisses Psychische Gesundheit Schweiz (APGS) Folge und formulierte ein Postulat dazu.

Bei der Einreichung der Unterschriften forderte das Aktionsbündnis, die Prävention und Behandlung von psychischen Erkrankungen müsse von der Politik endlich ernster genommen werden.

Der Bundesrat stellte sich nicht gegen den Auftrag: Er messe der Thematik eine hohe Bedeutung zu und sei bereit, die verlangten Abklärungen zu treffen und den eidgenössischen Räten die Schlussfolgerungen zu unterbreiten, sagte Gesundheitsminister Alain Berset.

Gemäss einer Studie des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums Obsan leidet in der Schweiz jede sechste Person unter einer psychischen Störung. Rund 480'000 Personen lassen sich jedes Jahr psychiatrisch behandeln. Dies entspricht etwa 7 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren.

29 Prozent aller Fälle betreffen affektive Störungen wie Depressionen oder Manien, 27 Prozent so genannte neurotische Belastungs- und somatoforme Störungen, worunter Ängste, Zwangsstörungen oder unklare körperliche Beschwerden fallen. Persönlichkeitsstörungen machen 16 Prozent aus.

apa.at

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