zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 11. Juni 2013

CH: National- und Ständerat fordern Massnahmen gegen Spitalinfektionen

Der Bundesrat soll Massnahmen treffen, damit Patientinnen und Patienten im Spital besser vor Infektionen geschützt werden können. Der Ständerat hat am Dienstag Teile eines Vorstosses aus dem Nationalrat an den Bundesrat überwiesen.

Der Bundesrat soll die gesetzlichen Grundlagen schaffen, damit im Kampf gegen Spitalinfektionen der Stand der medizinischen Wissenschaften berücksichtigt wird. Das Risiko, mit resistenten Keimen infiziert zu werden, soll reduziert werden.

Motionär Thomas Hardegger (SP/ZH) hatte seinen Vorstoss damit begründet, dass jährlich 70'000 Patientinnen und Patienten mit Keimen wie MRSA infiziert würden. Für 2000 Betroffene habe dies tödliche Folgen. Nach Meinung von Experten wäre ein Drittel davon vermeidbar, wenn die Hygieneregeln eingehalten würden.

Der Bundesrat zeigte sich mit dem Auftrag einverstanden. Gesundheitsminister Alain Berset stellte fest, im revidierten Epidemiengesetz werde bereits eine gesetzliche Grundlage geschaffen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) werde ermächtigt, zur Überwachung und Bekämpfung von Spitalinfektionen unter Einbezug der Kantone ein nationales Programm zu erarbeiten. Damit werde ein Teil der Motion erfüllt.

Die Räte stimmten der Motion nicht allen Punkten zu. Hardegger hatte den Bundesrat auch beauftragen wollen, den Schutz der betroffenen Patientinnen und Patienten bei der Durchsetzung ihrer Entschädigungsansprüche zu verbessern. Ausserdem verlangte er finanzielle Sanktionen bei mangelhafter Anwendung von Hygienestandards. Diese Punkte lehnten die Räte ab.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben