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APA-Artikel 5. Juni 2013

Palliativmedizin - Karlheinz Töchterle: Medizinische Universitäten nehmen wichtige Rolle ein

"Palliativmedizin und die interdisziplinäre Begleitung von unheilbar kranken Menschen in ihrer letzten Lebensphase sind wichtige Aufgaben - gerade in einer Gesellschaft, die immer älter wird", sagt Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle und verweist auf die zentrale und wertvolle Rolle der Medizinischen Universitäten im Bereich der palliativmedizinischen Forschung und Versorgung in Österreich. "Die Leistungen, die in diesem vergleichsweise jungen Forschungsfeld erbracht werden, sollen weiter gestärkt werden", so Töchterle. Er begrüßt in diesem Zusammenhang die Initiative von Dr. Franz-Joseph Huainigg, ÖVP-Sprecher für Menschen mit Behinderungen, der den weiteren Ausbau von Palliativcare und Hospiz fordert - basierend auf dem österreichischen Allparteienkonsens aus dem Jahr 2001.

An den Medizinischen Universitäten in Innsbruck, Graz und Wien wurden in den vergangenen Jahren Forschungsbereiche für Palliativmedizin bzw. Palliativstationen eingerichtet, um schwerstkranke Menschen bestmöglich und entsprechend ihren Bedürfnissen betreuen zu können.

Medizinische Universität Wien - An der Universitätsklinik für Innere Medizin I (Onkologie) gibt es seit dem Jahr 2006 eine Palliativstation, 2010 wurde eine eigenständige Palliativstation eingerichtet. - Die Palliativstation der Klinik für Innere Medizin I ist leitendes Studienzentrum der "Austrian Palliative Care Study Group" - einer Plattform zur Durchführung klinischer Studien, an denen alle österreichischen Palliativstationen teilnehmen. Hauptinhalte dieser Studien sind die Verbesserung der Lebensqualität der Palliativpatient/innen und Weiterentwicklung medizinischer Therapien. - 2011 Akkreditierung der Palliativstation der Universitätsklinik für Innere Medizin I als "ESMO-Zentrum" (European Society for Medical Oncology).

Medizinische Universität Graz - An der Medizinischen Universität Graz ist Palliativmedizin/Psychoonkologie einer der Schwerpunkte im Bereich der Krebsforschung. - Die universitäre palliativmedizinische Einrichtung besteht seit 2001. Angeboten wird die Behandlung von schwerwiegenden und belastenden Symptomen, die Durchführung spezieller pflegerischer Maßnahmen, die Unterstützung bei der Bewältigung psychischer und sozialer Belastungssituationen, Hilfestellung in spirituellen Fragen, sowie bei der Organisation der häuslichen Versorgung.

Medizinische Universität Innsbruck - An der Medizinischen Universitätsklinik für Innere Medizin V (Hämatologie und Onkologie) wurden im Jahr 2008 acht Programmdirektionen eingeführt. Eine davon wurde für "Geriatrische HämatoOnkologie/MDS und Palliativmedizin" eingerichtet. Eine weitere Programmdirektion besteht ausschließlich für Palliativmedizin. - Die Aufgaben innerhalb der Programmdirektionen sind einerseits die Koordination von klinischen Studien, weiters die Erstellung von "Standard Operating Procedures" (SOPs) und Guidelines für Diagnostik, Therapie und Nachsorge von Patienten, sowie die Durchführung von ambulanten Spezialsprechstunden im jeweiligen Teilgebiet.

apa.at

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