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APA-Artikel 5. Juni 2013

Ärztekammer zum Internationalen Tag der Sehbehinderung: Regelmäßig zur Augen-Vorsorge

"Die Vorsorgeuntersuchung bei der Augenärztin oder beim Augenarzt ist eine der wichtigsten Gesundheitschecks überhaupt. Denn ist im Auge einmal etwas zerstört, Sehnervenfasern oder Sehzellen, dann ist es meist irreversibel." Das betont Helga Azem, Obfrau der Fachgruppe Augenheilkunde und Optometrie in der Österreichischen Ärztekammer, anlässlich des Internationalen Tages der Sehbehinderung.

Erkrankungen der Augen sind alles andere als eine Seltenheit: Jeder Zweite hat Probleme mit den Augen, 10 Prozent leiden am trockenen Auge. Augenerkrankungen sind in sehr vielen Fällen nicht harmlos: 80.000 Menschen in Österreich sind von einem "Grünen Star" ("Glaukom") betroffen, 35.000 davon sind bereits schwer sehbehindert.

"Nur eine frühe Diagnose und frühe Therapie von Augenerkrankungen können dafür sorgen, dass Beeinträchtigungen rechtzeitig erkannt und therapiert wird, um die Sehfähigkeit zu erhalten", sagt Azem. Das Tückische daran: Augenerkrankungen machen lange Zeit keine Beschwerden, wenn die Sehverschlechterung bemerkt wird, ist die Schädigung meist schon sehr weit fortgeschritten und das Sehvermögen nicht wieder herstellbar.

"Nur die eingehende augenärztliche Untersuchung kann neben einer möglichen Fehlsichtigkeit auch Erkrankungen wie Grünen Star, eine Netzhautverkalkung /Makuladegeneration oder Netzhautschäden bei Allgemeinerkrankungen wie hohem Blutdruck oder Diabetes mellitus feststellen", so Azem. Dazu kommt, dass Augenärzte auch internistische Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Durchblutungsstörungen frühzeitig erkennen können.

"Nur die Augenärztin oder der Augenarzt sind Experten für die umfassende Gesunderhaltung des Auges", sagt Johannes Steinhart, Obmann der Bundeskurie Niedergelassene Ärzte in der Österreichischen Ärztekammer. "Dieses Fachwissen sollte also von möglichst vielen Menschen im eigenen Interesse regelmäßig genützt werden."

"Im Interesse der Augengesundheit sollte man ab dem 40. Lebensjahr einmal jährlich die Augenärztin oder den Augenarzt aufsuchen, ab 60 Jahren ein bis zwei Mal pro Jahr", so Azem.

Aber bereits bei kleinen Kindern sollten die Weichen in Richtung Augengesundheit richtig gestellt werden, so Azem. "Rund um das zweite Lebensjahr sollte bei jedem Kind vom Augenarzt untersucht werden, ob Schielen oder eine Fehlsichtigkeit vorliegt. Bei Nichterkennen könnte ein Auge das Sehen nicht erlernen und schwachsichtig werden, das bedeutet lebenslange Einäugigkeit. Auch Schulkinder mit Kopfschmerzen und Schulschwierigkeiten wie Lese-Rechtschreib-Problemen gehören unbedingt zum Augenarzt."

apa.at

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