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APA-Artikel 3. Juni 2013

Landesrat Köfer ortet neue Skandale in der Kabeg

Der Kärntner Straßenbaureferent Gerhard Köfer (TS) ortet "neue Skandale" in der Kärntner Landeskrankenanstalten-Betriebsgesellschaft Kabeg. Er habe am Freitag ein "Dossier" mit Vorwürfen erhalten, sagte Köfer am Montag bei einem Pressegespräch. So habe der Wirtschaftsprüfer moniert, dass das Unternehmen bereits 2011 eine Compliance Abteilung installieren hätte müssen, bis dato sei jedoch nichts geschehen. Köfer sieht auch angebliche Derivat-Spekulationen, ob dabei ein Schaden entstanden ist, konnte er nicht sagen.

Hätte das Kabeg-Management die Stabsstelle Compliance fristgerecht installiert, hätte man nach Ansicht Köfers zahlreiche teure Gerichtsverfahren gegen Medien bzw. Mitarbeiter verhindern können. "Hier ist zu hinterfragen, warum der Aufsichtsrat nichts unternommen hat", so Köfer. Die Kabeg hat in den vergangenen Jahren mehrere Arbeitsgerichtsprozesse gegen ehemalige hochrangige Mitarbeiter verloren. Dies sei Verschwendung von Steuergeld, kritisierte der Landesrat.

Heftige Kritik gab es auch an der vor drei Jahren erfolgten Installierung des Leiters der Kabeg-Finanzabteilung. Dieser habe - ohne Ausschreibung - einen externen Finanzdienstleister eines Freundes engagiert. Dann sei noch eine zweite externe Firma geholt worden, laut Köfer ebenfalls ein Akt der "Freunderlwirtschaft". Im Juni 2011 hätte es außerdem Derivatgeschäfte gegeben. Damals habe die Kabeg ein Kreditvolumen von knapp 108 Millionen Euro von einem variablen Zinssatz auf einen Fixzinssatz umgestellt. Das seien Spekulationsgeschäfte mit Steuergeld, kritisierte der Landesrat. All dies gehe aus dem "Dossier" hervor, das laut Köfer von Kabeg-Mitarbeitern verfasst worden ist. Köfer fordert nun die Abberufung des Kabeg-Finanzchefs und ein "sofortiges Handeln" des Kabeg-Aufsichtsrates.

apa.at

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