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APA-Artikel 3. Juni 2013

Dachgarten, Lounge und Frisör im neuen Pflegewohnhaus Liesing

Das ideelle Erbe des Altbürgermeisters ist ein lebensfrohes und modernes Pflegewohnhaus geworden. Dr. Helmut Zilk hat noch zu Lebzeiten die Patenschaft für das neue Pflegewohnhaus Liesing übernommen. Nun ist es fertig gestellt, 322 BewohnerInnen sind in das moderne Pflegewohnhaus mit Dachgarten und begrünten Innenhöfen übersiedelt. In geräumigen Ein- und Zweibettzimmern mit überdachten und barrierefreien Loggien werden die BewohnerInnen rund um die Uhr betreut. Zu den Einrichtungen des Hauses gehören auch rund 50 Plätze für an Demenz erkrankte Menschen und sieben Urlaubsbetreuungsplätze. "Das Pflegewohnhaus Liesing ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie man Architektur mit höchster Qualität in der Pflege und Betreuung miteinander verbinden kann. Genau das ist das erklärte Ziel des Wiener Geriatriekonzeptes", so Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely. Die Pflege und Betreuung im Pflegewohnhaus wird vom Fonds Soziales Wien (FSW) gefördert.

Geriatriekonzept: Viertes modernes Pflegewohnhaus errichtet

Die Lebenserwartung der Menschen nimmt sukzessive zu: Laut Statistik Austria beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung für Männer 78,1 und jene für Frauen sogar 83,4 Jahre. Langfristig wird der Bedarf an Pflegeplätzen also steigen, und genau diesem Umstand trägt das Wiener Geriatriekonzept Rechnung. Seit 2007 wurden bereits die neuen Pflegewohnhäuser Leopoldstadt, Meidling und Simmering errichtet. Mit der Eröffnung des Pflegewohnhauses Liesing wurde heute ein weiterer Meilenstein des Geriatriekonzeptes erreicht.

Wohlfühlen mit Parkflächen und Wohnzimmeratmosphäre

Eine Lounge im Erdgeschoss mit bequemen Sesseln für ältere Menschen vermittelt Wohnzimmeratmosphäre. Der offene Blick in den großen Park lädt zum Verweilen ein. "Die BewohnerInnen haben sich hier sofort wohlgefühlt", erzählt auch Roland Paukner, Direktor der Teilunternehmung Geriatriezentren und Pflegewohnhäuser des Krankenanstaltenverbundes. Dass ihre Lebensweisheiten in die Gestaltung eingeflossen sind, beweist der Eingangsbereich mit seinem Buchstabenkonstrukt, das aus dem Zitat einer Bewohnerin "Wisst ihr, ich habe Sternenstaub auf mich rieseln lassen" entstanden ist. Als ergänzende Serviceeinrichtungen gibt es ein Kaffeehaus, einen Frisör und einen Andachtsraum sowie Untersuchungs- und Therapiebereiche. "Dieses Pflegewohnhaus war eine Herzensangelegenheit meines Mannes Helmut Zilk", erinnert sich die beliebte Schauspielerin und Sängerin Dagmar Koller, "bei der Grundsteinlegung haben uns die BewohnerInnen des alten Pflegewohnhaus Liesing so entzückend, so herzlich und so inniglich willkommen geheißen, das hat uns nicht nur glücklich, sondern ihn auch stolz gemacht."

Wiens größtes Tageszentrum in Liesing

Auch ein modernes Tageszentrum des FSW ist im Gebäude angesiedelt. Dort können ältere WienerInnen, die zu Hause wohnen, aktiv und selbstbestimmt ihre Zeit verbringen und gemeinsam kreativ sein, musizieren und lachen. Ein multiprofessionelles Team aus KreativanimateurInnen, Ergo- und PhysiotherapeutInnen, Pflegepersonen und anderen Berufsgruppen sorgt dafür, dass die Tagesgäste dabei jederzeit die optimale Betreuung und Pflege erhalten. "Das Tageszentrum unterstützt die Menschen bei ihrem Wunsch, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben und dabei eigene Fähigkeiten zu erhalten und zu trainieren. Gleichzeitig hilft es den pflegenden Angehörigen", so Peter Hacker, Geschäftsführer des FSW. Mit Platz für rund 60 Tagesgäste ist Liesing das größte Tageszentrum Wiens.

apa.at

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