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APA-Artikel 3. Juni 2013

Prozess gegen zwei Klinikärzte in Innsbruck abberaumt

Der für Montag angesetzte Prozess gegen zwei Ärzte der Innsbrucker Universitätsklinik wegen des Vergehens der fahrlässigen Körperverletzung unter besonders gefährlichen Verhältnissen findet nicht statt. Der Verteidiger des Erstangeklagten hatte am Freitag neuerlich einen Ablehnungsantrag wegen Befangenheit der Richterin eingebracht, woraufhin diese eine weitere Verfahrensführung ablehnte und sich für befangen erklärte, berichtete die "Tiroler Tageszeitung" in ihrer Samstagsausgabe.

Das LG-Präsidium muss nun über eine Neubesetzung entscheiden. Die beiden Mediziner sollen bei der Operation eines Patienten im März 2009 laut Anklage "entgegen der ärztlichen Kunst" vorgegangen sein. Den Beschuldigten drohen im Falle einer Verurteilung bis zu zwei Jahre Haft.

Dem erstangeklagten Mediziner wird angelastet, dass er die Operation "ohne eigene genaue Untersuchung des Patienten und ohne Rücksprache mit den behandelnden Ärzten durchgeführt" habe. Zudem habe er nicht den vorgesehenen Operationsweg gewählt. Dem Zweitangeklagten, der in weiterer Folge den Eingriff übernommen habe, wirft die Anklagebehörde vor, "unnötigerweise auch gesunde Schleimhaut entfernt und durch nicht fachgerechte Verwendung eines Meißels beim Patienten eine Unterkieferfraktur verursacht zu haben".

apa.at

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