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APA-Artikel 28. Mai 2013

Patientenanwaltschaft und Ärztekammer streiten über Kontrollkosten

Der Disput in der Frage der Qualitätskontrolle bei niedergelassenen Ärzten ist um eine Facette reicher. Die Patientenanwaltschaft solle für die von ihr verlangten Kontrollbesuche in Ordinationen selbst aufkommen, forderte die dafür eigentlich zuständige Österreichische Gesellschaft für Qualitätssicherung in der Medizin (ÖQMed), eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Ärztekammer, laut "Standard (Dienstag-Ausgabe).

Eine schriftliche Forderung der ÖQMed von 600 Euro plus Umsatzsteuer, die für einen Ordinationsbesuch zu zahlen seien, soll an den niederösterreichischen Patientenanwalt Gerald Bachinger ergangen sein, ansonsten gebe es keine Kontrolle. Bachinger nahm umgehend Kontakt mit dem Gesundheitsministerium auf, welches sich das Vorgehen der ÖQMed „ganz genau anschauen" will.

ÖQMed-Geschäftsführerin Esther Thaler wies die Kritik Bachingers an dem Vorgehen zurück und rechtfertigte das Vorgehen: "Es ist im Wirtschaftsleben üblich, dass bestellte Leistungen vom Auftraggeber zu begleichen sind. Dies trifft auch auf Überprüfungsakte zu, die ein Patientenanwalt von der ÖQMed fordert", sagte sie in einer Aussendung. "Wer verstärkte Ärztekontrollen wünscht, soll diese auch bezahlen", meinte auch der Präsident der NÖ Ärztekammer, Christoph Reisner.

apa.at

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