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APA-Artikel 22. Mai 2013

SVA zu Selbstbehalten: Ja zu fairem Beitragssystem und wichtigen Leistungsverbesserungen

"Eine breite Mehrheit von über 80 Prozent unserer Versicherten spricht sich klar gegen Beitragserhöhungen und für die Beibehaltung des Selbstbehalts aus", zitierte Peter McDonald, Obmann-Stv. der SVA, aus der 2012 durchgeführten Urbefragung aller Versicherten. "Wir stehen deshalb zum solidarischen Beitragssystem mit einer fairen Kombination aus einkommensabhängigen laufenden Beiträgen und Selbstbehalten." Parteipolitische Angstmache führe nur zu Verunsicherung und einer schleichenden Entsolidarisierung der Versichertengemeinschaft. "Jeder Gewerbetreibende hat unabhängig von seinem Einkommen den vollen Zugang zu medizinischer Versorgung. Im Dezember 2012 haben wir eine Selbstbehalts-Obergrenze beschlossen, die sicherstellt, dass kein Versicherter mehr als fünf Prozent seines Einkommens dafür ausgibt."

McDonald zur immer wiederkehrenden Forderung einer Abschaffung des Selbstbehaltes: "Das neue beitragsfreie Krankengeld, ein verdoppeltes Wochengeld, die Beitragsbefreiung während dem Wochengeldbezug, das beliebte Präventionsmodell "Selbständig Gesund", verschiedene Entlastungsmaßnahmen für Gewerbetreibende in finanziellen Engpässen - alle diese Neuerungen müssen von der Versichertengemeinschaft gegenfinanziert und auch langfristig abgesichert werden. Unsere Versicherten verlassen sich darauf, dass ihre Sozialversicherung immer da ist, wenn es um Gesundheit oder Pension geht."

"Wir tragen eine große Verantwortung allen versicherten Selbständigen gegenüber - und nicht nur ihnen, auch allen Menschen, die in einem österreichischen Betrieb einen Arbeitsplatz haben." In der Vergangenheit sei es der SVA jedoch immer schwieriger gemacht worden, ihr Budget im Griff zu behalten. Die vom Gesetzgeber diktierten Unterstützungsleistungen für andere marode Kassen kosten der SVA und allen Beitragszahlern 32,5 Mio Euro pro Jahr! Faktisch wurden bereits in den vergangenen Jahren hunderte Millionen von einem Topf in andere verschoben.

"Auf der anderen Seite erwarten unsere Versicherten zurecht, dass wir auf neue Lebens- und Erwerbsmodelle Rücksicht nehmen und passende Lösungen für die soziale Absicherung anbieten", so McDonald. Das gehe jedoch nur, wenn der SVA endlich Eingriffe und Zurufe von außen erspart bleiben und die Versichertengemeinschaft wie bisher zusammenhält. "Das war auch der Grund, warum wir im Vorjahr bei der Urbefragung unserer Versicherten eine Richtungsentscheidung herbeigeführt haben. Kein Selbständiger wird durch den Selbstbehalt finanziell überfordert. Das ist seit heuer mit der Fünf-Prozent-Grenze sichergestellt. Gleichzeitig haben sich vier von fünf unserer Versicherten für das Misch-System aus Beiträgen und Selbstbehalten ausgeprochen. Beitragserhöhungen schließen wir damit aus."

apa.at

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