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APA-Artikel 15. Mai 2013

Huainigg: Menschen sollen an der Hand eines anderen Menschen sterben können

"Menschen sollen an der Hand eines anderen Menschen sterben und nicht durch die Hand eines anderen Menschen", zitierte heute, Mittwoch, der ÖVP-Sprecher für Menschen mit Behinderung Abg. Dr. Franz-Joseph Huainigg eine Aussage von Kardinal Franz König und zeigte sich zufrieden über den gestrigen Beschluss im Ministerrat, dass der Pflegefonds künftig Maßnahmen wie mobile und stationäre Kinderhospizbetreuung finanziert. "Gerade schwerkranke Kinder und Jugendliche brauchen in dieser Situation unsere Unterstützung."

Die Volkspartei habe sich bereits im Europarat erfolgreich dafür eingesetzt, dass der Schutz der Menschenwürde und die Menschenrechte sterbender Menschen für alle 47 Mitgliedsstaaten große Bedeutung erlangt hat (Gatterer-Bericht, Recommandation 1418/99), erinnerte Huainigg. "In Österreich gibt es seit 2001 einen Allparteienkonsens, die humane Sterbebegleitung und die Hospizbewegung zu fördern und am strengen Verbot der Aktiven Sterbehilfe festzuhalten."

Menschenwürde und Menschenrechte am Ende des Lebens zu schützen bedeutet für die Volkspartei auch den raschen Ausbau von Palliativmedizin und Palliativpflege. "Hospizbetreuung und Palliative Care bringen Linderung, wo nicht mehr geheilt werden kann. Das bedeutet ein Zulassen des Sterbens bei gleichzeitiger palliativer Schmerzbehandlung und Symptomkontrolle sowie menschlicher Zuwendung, palliativer Pflege und Betreuung", so Huainigg weiter.

Die ÖVP hat sich immer für die Unterstützung des Aufbaus der Kinderhospizarbeit eingesetzt. "Mit dieser Gesetzesnovelle kann ein wichtiger Schritt dafür gesetzt werden."

Hier ein Ausschnitt einer Rede des Abgeordneten zum Thema Hospiz anlässlich des 60 Jahr-Jubiläums des Katholischen Familienverband vom 20. April 2012: http://youtu.be/-iZ4EDQqtiY

apa.at

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