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APA-Artikel 14. Mai 2013

Keine Überraschungen bei Kabeg-Aufsichtsrat in Klagenfurt

Ohne Überraschungen ist am Dienstag die erste Aufsichtsratssitzung der Kärntner Krankenanstalten Betriebsgesellschaft (Kabeg) nach der Landtagswahl im März in Kärnten über die Bühne gegangen. Die Sitzung des nun mehrheitlich von Vertretern der neuen Dreierkoalition aus SPÖ, ÖVP und Grünen besetzten AR sei "sehr konstruktiv" und "sehr konsensual" verlaufen, sagte AR-Vorsitzende Michaela Moritz zum ORF Kärnten. Die umstrittene Kabeg-Vorständin Ines Manegold wurde indes aufgefordert, in der kommenden Woche bei einem Prozesstermin am Landesgericht Klagenfurt zu erscheinen.

In dem Prozess geht es um die Vorgänge bei einer Betriebsversammlung am (damaligen) Landeskrankenhaus Klagenfurt im Oktober 2010. Manegold hatte damals nach der Sitzung den medizinischen Direktor Matthias Angres wegen "Vertrauensbruchs" gefeuert. Danach wurde der Vorwurf laut, Manegold hätte einen "Spitzel" in die Betriebsversammlung entsandt, was auch ein im Herbst 2011 aufgetauchtes - und später von der Ärztekammer veröffentlichtes - Protokoll zu belegen scheint. Die Kabeg klagte daraufhin die Ärztekammer.

Mangold, sie hat die Vorwürfe bisher immer bestritten, ließ bisher zwei Prozesstermine sausen. Nun verlangt der Aufsichtsrat, dass sie beim nächsten Prozesstermin am 22. Mai erscheint. Sollte dabei herauskommen, dass Manegold tatsächlich für die "Bespitzelung" der Betriebsversammlung verantwortlich ist, könnten ihre Tage als Kabeg-Vorständin gezählt sein. Mit der Abwahl der FPK in Kärnten hat sie nämlich im Aufsichtsrat keinen politischen Rückhalt mehr.

apa.at

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