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APA-Artikel 14. Mai 2013

Bilanz: OÖGKK gibt Endergebnis 2012 bekannt

Doppelter Erfolg: Die OÖ Gebietskrankenkasse erzielt im Jahr 2012 einen Bilanzgewinn von 10,6 Millionen Euro - und baut gleichzeitig die Leistungen für ihre 1,2 Millionen Versicherten weiter aus. "Gut versorgte Menschen und solide Finanzen sind kein Widerspruch, im Gegenteil: Ein solides Plus erlaubt uns, langfristig sinnvolle Angebote für die Versicherten zu schaffen - besonders solche zum Schutz ihrer Gesundheit", betont OÖGKK-Obmann Albert Maringer.

Die Wirtschaftslage in Oberösterreich blieb auch 2012 stabil und bot der OÖGKK gute Rahmenbedingungen. "Wir verzeichnen für 2012 insgesamt Erträge von rund 1,94 Milliarden Euro, also 3,8 Prozent mehr als 2011. Gut entwickelt haben sich die Beiträge im Bereich der erwerbstätigen Versicherten und Arbeitgeber - ein wichtiger Faktor für unsere gesamte Ertragslage", erklärt Wesenauer. Allerdings: Gute Ergebnisse hängen nicht allein von günstigen Rahmenbedingungen ab. Sie sind vor allem "hausgemacht": So schafft die OÖGKK 2012 ein Plus von 43,3 Millionen Euro beim Ergebnis ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) - die wichtigste Kennzahl über die Leistung eines Unternehmens. Im Vergleich zu anderen Gesundheitsversorgern bekleidet die OÖGKK damit neuerlich einen Spitzenplatz.

 Effiziente Verwaltung plus Forschung = mehr und bessere Leistungen für Versicherte

Lediglich 2,3 Prozent der Einnahmen flossen 2012 in die Verwaltung. Umgekehrt ausgedrückt: Die Mittel der OÖGKK werden zu fast 98 Prozent wieder in Leistungen für Versicherte und deren Angehörige investiert. Dabei gelten sowohl für die eigenen Behandlungseinrichtungen als auch für die Vertragspartner der OÖGKK strenge Gütekriterien. "Wir achten mit Argusaugen auf die Qualität des Angebots für unsere Versicherten. Nur ausgiebig erprobte Behandlungsmethoden, wirksame Medikamente und wissenschaftlich hieb- und stichfeste Programme zur Gesundheitsförderung kommen in unseren Leistungskatalog."

Was wenig bekannt ist: Mehrere Abteilungen in der OÖGKK befassen sich mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und forschen selbst nach Zusammenhängen über die praktische Wirksamkeit von Behandlungen und eine optimale Versorgung. Schließlich geht es nicht nur darum, möglichst viele Leistungen zu erbringen - es müssen vor allem die richtigen Leistungen sein, die überdies zielgenau den Patienten erreichen sollen.

1,84 Milliarden Euro für Versicherungsleistungen

Leistungen von mehr als 1,84 Milliarden Euro erbrachte die OÖGKK im Jahr 2012.

"Übersetzt" man diese Zahlen in Leistungen, so hat die OÖGKK 2012 unter anderem erbracht: rund 12,7 Millionen Arztkontakte, 13,2 Millionen Packungen Medikamente, 2,2 Millionen Spitalstage, eine Million Zahnbehandlungen, 9.500 Hörgeräte und 6.500 Rollstühle. Die drei OÖGKK-eigenen Kureinrichtungen ermöglichten 2012 überdies rund 5.000 Menschen einen Kur- und Erholungsaufenthalt. Als wichtigster Versorger stellte die OÖGKK Ihren Versicherten 2012 ein hochwertiges Ärzte-Netz aus 662 niedergelassenen Allgemeinmedizinern und 421 Fachärzten bereit. 41 Stellen wurden 2012 neu besetzt, 2 zusätzliche geschaffen. Damit ist die Versorgungs-landschaft neuerlich dichter geworden. Zudem kooperiert die OÖGKK in zahlreichen Leistungsbereichen mit anderen Partnern im Gesundheitswesen, um für die laufend veränderlichen Bedürfnisse der Versicherten innovative, wirksame Leistungsangebote zu entwickeln. Übrigens: Für die Beratung und Betreuung ihrer rund 1,2 Millionen Versicherten führte die OÖGKK 2012 mehr als 800.000 persönliche Gespräche und über eine Million Telefonate.

Gute Noten: Versicherte stehen hinter der OÖGKK

In der "Kundenbefragung 2012" erhielt die OÖGKK die Schulnote 1,8 von ihren Versicherten. 90 Prozent der Befragten (n = 2.000) geben der Sozialen Krankenversicherung den Vorzug gegenüber alternativen Systemen. Vor allem wird die gebotene medizinische Versorgung durch die OÖGKK mit der Note 1,76 positiv beurteilt. "Als Pflichtversicherung stehen wir unter besonderem Erwartungsdruck. Schließlich beruht eine Mitgliedschaft bei uns auf gesetzlichen Vorgaben - und nicht auf individueller Entscheidung. Umso mehr freut uns der große Rückhalt unserer Versicherten. Es ist uns ein großes Anliegen, dass die Menschen in der OÖGKK etwas Wertvolles für sich erkennen", so Maringer. Nachsatz: "Damit das so bleibt, müssen wir uns laufend weiterentwickeln und die Hausaufgaben machen."

Kräftige Investitionen in wichtige Schlüsselbereiche (Auswahl)

Neben dem Ausbau der oben genannten Versorgungsbereiche hat die OÖGKK 2012 auch in viele zukunftsweisende Schlüsselbereiche kräftig investiert:

- Gesundheitsförderung: Teils um 30 Prozent gestiegen sind die Investitionen in einzelne Bereiche der Gesundheitsförderung. Mittlerweile deckt die OÖGKK praktisch alle strategischen Felder mit Präventionsangeboten ab: Beratungs-workshops für junge Eltern, zielgruppenspezifische Kurse für Kindergartenkinder und Schüler, Beratungsangebote für Jugendliche, Lebenshilfe für Erwachsene (Ernährung, Bewegung, Rauchfreiheit ...). Über 100 - oft mehrwöchige - Kurse und Workshops hielt die OÖGKK 2012 für die verschiedenen Zielgruppen ab. Abermals Rekord-Zuwächse verzeichnete die Betriebliche Gesundheitsförderung: Zu den bestehenden 120 ausgezeichneten gesunden Betrieben mit zusammen über 50.000 gesünderen Arbeitsplätzten kamen 2012 weiter 30 Betriebe hinzu.

- Psychische Gesundheit: Um rund 18 Prozent gestiegen sind 2012 die Investitionen für psychologische Betreuung und Psychotherapie. Besonders für die Kinder konnten 2012 wichtige Meilensteine umgesetzt werden: 2.000 Psychotherapie-Stunden sind jetzt exklusiv für die jüngsten Versicherten reserviert. Zudem wurden drei neue Facharzt-Stellen für Kinder- und Jugendpsychiatrie geschaffen (Ordination ab Juli 2013). 2012 fiel auch die Entscheidung, dass sich die OÖGKK an einem neuen Kinder- und Jugend-zentrum (KIJUK) im Großraum Linz beteiligt. Als Leistungen werden dort erbracht: Medizinische Abklärungen und Behandlungen durch eine Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Betreuungen durch Sonder- und Heilpädagogen, Diagnostik durch Psychologen, Behandlungen durch Psycho-therapeuten und Psychologen und anderes mehr. Ein weiteres Novum sind die mobilen Psychologen für Kindergärten, an deren Finanzierung die OÖGKK mitwirkt

- "Therapie aktiv": Im Kampf gegen die Volkskrankheit Diabetes (Typ 2) hat die OÖGKK 2012 einen wichtigen Meilenstein gesetzt: 300 Allgemeinmediziner und Internisten konnten als Partner für das Betreuungsprogramms "Therapie aktiv - Diabetes im Griff" gewonnen werden. "Therapie Aktiv-Patienten haben günstigere Vitalwerte und benötigen weniger stationäre Behandlungen als Diabetes-Patienten ohne die strukturierte Betreuung durch ihren Therapie Aktiv-Arzt. Das Programm leistet einen wichtigen Beitrag dazu, die Lebensqualität der Betroffenen bis ins höhere Alter zu bewahren", erklärt Wesenauer.

- Physiko-, Ergo- und Logotherapie: Aufgrund der guten Heilerfolge hat die OÖGKK 2012 in diesen Bereichen um mehr als acht Prozent mehr investiert als noch im Jahr zuvor.

Zwtl.: Ausblick 2013

Die OÖGKK prognostiziert auch für 2013 einen positiven Abschluss. Ein "Dauerbrenner" bleibt die Gesundheitsförderung, wofür neuerlich 40 Prozent mehr Mittel zur Verfügung gestellt werden. Mit neuen Schwerpunktprogrammen zur "Seniorengesundheit" wird im Herbst 2013 der letzte Bereich einer lebensbegleitenden Gesundheitsförderung aufgebaut.

Ein wichtiger Leistungsausbau wird derzeit in den 15 eigenen Zahnambulatorien der OÖGKK umgesetzt, nachdem der Gesundheitsminister Ende 2012 Grünes Licht zur Erweiterung des Leistungsumfanges gegeben hat. Über den aktuellen Verlauf der Umsetzung informiert die OÖGKK in ihrer nächsten Pressekonferenz.

apa.at

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