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APA-Artikel 14. Mai 2013

ÖAAB: Wöginger begrüßt Pflegefondsreform

"Wenn Kinder dem Tod näher sind als dem Leben, brauchen sie unsere Hilfe dringlicher denn je. Es gibt zum Glück Einrichtungen wie den 'Sterntalerhof' oder das mobile Kinderhospiz 'MOMO' von der Caritas, die den Familien genau in solch schweren Zeiten helfen. Doch müssen sich diese Einrichtungen meist ausschließlich mit Spendengeldern finanzieren", so ÖAAB-Generalsekretär Abg.z.NR August Wöginger und betont: "Dort, wo die Schwächsten der Gesellschaft betroffen sind, darf die öffentliche Hand nicht auslassen. Mit dem heutigen Ministerratsbeschluss wurde die dringend notwendige Pflegefondsreform auf den Weg gebracht. Zukünftig können sowohl mobile als auch stationäre Kinderhospiz- und Kinderpalliativbetreuungen über den Pflegefond abgerechnet werden. Der Pflegefond erhält für die Jahre 2015 und 2016 zusätzlich 650 Millionen Euro. Damit ist die Finanzierung der Pflegeleistungen nachhaltig gesichert. Diese Reform ist ein Segen für die betroffenen Kinder und deren Familien und damit ein Meilenstein für die Familien- und Sozialpolitik Österreichs."

Gesundheitsminister bei Kinderrehabilitation weiterhin säumig

"Bei dem Thema Kindergesundheit sind aber noch weitere Verbesserungen notwendig. Für ein hochentwickeltes Land, wie Österreich, ist es unwürdig, dass es für Erwachsene 65 Rehabilitationseinrichtungen gibt, für Kinder und Jugendliche jedoch keine einzige. Dabei haben wir Schätzungen zufolge einen Bedarf an Rehabilitationsplätzen für Kinder von über 400 Betten", betont der ÖAAB-Generalsekretär.

"Kinder sollten in der oft langen Zeit der Rehabilitation nicht wie Erwachsene behandelt werden. Kinder haben besondere Bedürfnisse und Ansprüche, auf die wir achten müssen: bei der Ausbildung des Personals, bei der Ausstattung der Einrichtung, bei der schulischen Betreuung und beim Kontakt der Eltern zum Kind. All diese Punkte muss man bei der Kinderrehabilitation bedenken. Wir fordern als ÖAAB seit Jahren einen Auf- und Ausbau der Kinderrehabilitation in Österreich. Hier ist der Herr Gesundheitsminister am Zug, hier gibt es akuten Handlungsbedarf", so Wöginger abschließend.

apa.at

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