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APA-Artikel 14. Mai 2013

Med4Women: Univ. Doz. Dr. Katharina Schuchter übernimmt Pränataldiagnostik im Rudolfinerhaus

Univ. Doz. Dr. Katharina Schuchter hat die Pränataldiagnostik in der Privatklinik Rudolfinerhaus GmbH übernommen und komplettiert das weitreichende Gyn-Angebot. Bei Med4Women in der Gynäkologischen Ambulanz im Erdgeschoß werden alle wichtigen Untersuchungen vor der Geburt wie Combined Test, Nackendichtemessung, Organ-Screening, Wellbeing-Ultraschall, der neue Down-Syndrom-Test aus dem mütterlichen Blut aber auch gynäkologischer Ultraschall, Biometrie/Gewichtsschätzung und Doppleruntersuchungen durchgeführt. Für die werdenden Mütter steht Univ. Doz. Dr. Schuchter am Montagnachmittag und nach Vereinbarung zur Verfügung. Anmeldung ist unbedingt erforderlich. Für Terminvereinbarung bitte (01) 360 36- 3060 wählen. Weitere Infos stehen unter www.geburtshilfewien.at

Die wichtigste Frage, wenn neues Leben entsteht ist, wird mein Kind gesund sein? Die wichtigsten Sorgen der Eltern dabei sind: wie können wir wissen, ob eine Gefahr für die Gesundheit besteht; welche Untersuchungen gibt es; welche sind notwendig und wann; gibt es ein Risiko und wie hoch ist es; was können wir für das Wohl unserer Kinder tun?

"Durch meine langjährige Erfahrung in der Pränatalmedizin sowie als Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe im Donauspital Wien (SMZ-Ost) bin ich mit den neuesten Untersuchungsmethoden bestens vertraut und kann auf all diese Fragen verlässliche Antworten geben, sowie während der Schwangerschaft hilfreich zur Seite stehen", steckt Univ. Doz. Dr. Schuchter ihr Leistungsspektrum ab.

Pränatale Diagnosemethoden stellen den Gesundheitszustand ungeborener Kinder ab der 11. Woche fest. Die wichtigsten Verfahren bei Med4Women sind:

Down-Syndrom-Test aus dem mütterlichen Blut (ab 11. Wo): Nach einer einfachen Blutabnahme bei der Mutter werden Gene (fetale DNA) des ungeborenen Kindes im mütterlichen Blut auf die drei häufigsten genetischen Störungen (Trisomie 21, 18 und 13) mit Hilfe hochentwickelte Methoden in Labors in Deutschland oder Amerika untersucht. Das Ergebnis liegt nach rund zehn Tagen vor und die Fehlerquote lediglich bei einem Prozent. Die Blutabnahme sollte mit einer Ultraschalluntersuchung kombiniert werden, da bei vorhandenen Fehlbildungen oder einer erhöhten Nackenfalte des Babys eine invasive Diagnostik dem Test eventuell vorzuziehen ist.

Ersttrimester-Ultraschall und Nackenfalte-Messung (11. - 14. Wo): Dadurch können vorhandene Knochen- oder Organfehlbildungen zu 60 bis 70 Prozent erkannt werden. Die Dicke der Nackenfalte gibt Aufschluss darüber, ob das Kind ein erhöhtes Risiko für diverse Syndrome wie Mongolismus (Down Syndrom) oder einen Herzfehler besitzt.

Combined- bzw. Triple-Test (11. - 14. bzw. ab der 15. Wo): Eine genaue Ultraschalluntersuchung des Fetus und eine spezielle chemischen Analyse des mütterlichen Blutes lassen die Wahrscheinlichkeit für die Geburt eines mongoloiden Kindes rasch und präzise errechnen. Dieser Wert dient auch als Entscheidungshilfe für eine Plazenta- bzw. Fruchtwasserpunktion.

Plazenta- bzw. Fruchtwasserpunktion (ab 11. bzw. ab 16. Wo.): Fetale (kindliche) Zellen werden mittels Punktion aus der Plazenta bzw. dem Fruchtwasser der Mutter entnommen. So können chromosomale Erkrankungen des Kindes mit hundertprozentiger Sicherheit festgestellt werden. Die beiden Verfahren kommen wegen des relativ hohen Fehlgeburtsrisikos (1 zu 100) in der Regel jedoch nur dann zum Einsatz, wenn Ergebnisse anderer Untersuchungsmethoden (z. B. Combined- od. Triple-Test) ein erhöhtes Risiko gezeigt haben.

Organ-Screening (20. - 22. Wo.): Die eingehende und detaillierte Ultraschalluntersuchung des Kindes von Kopf bis Fuß lässt rund 90 Prozent aller strukturellen Fehlbildungen an Knochen und Organen erkennen. Ein Schwerpunkt ist das bei herkömmlichen Ultraschalluntersuchungen oft vernachlässigte Herz.

Cervix-Ultraschall (ab 22. Wo.): Vaginale Ultraschall Untersuchung des inneren Muttermundes zeigt Tendenz zur Frühgeburt.

Doppler- und Wachstums-Ultraschall (ab 24. Wo.): Lässt feststellen, ob sich das Kind wohlfühlt. Dazu werden Größe und Umfang des Kopfes und des Bauches gemessen, die Durchblutung der Plazenta, der Nabelschnur und eventuell auch anderer Blutgefäße des Kindes untersucht, sowie die Fruchtwassermenge kontrolliert.

Univ. Doz. Dr. Katharina Schuchter ist Fachärztin für Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Humangenetik, Autorin zahlreicher Fachpublikationen, Trägerin diverser Auszeichnungen wie der Österreichischen Gesellschaft für Prä- und Perinatale Medizin sowie der Fetal Medicine Foundation London. Sie unterrichtet unter anderem im Fortbildungsreferat der Wiener Ärztekammer sowie an der MedUniWien. Schuchter komplettiert das umfassende Gynäkologie- und Geburtshilfeteam des Rudolfinerhauses. Weitere Infos: www.geburtshilfewien.at.

apa.at

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