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APA-Artikel 13. Mai 2013

Gudenus zu AKH: Technischer Direktor ist offenbar Bauernopfer - Marhold muss seinen Platz räumen

Dass jetzt die Stadt Wien den technischen Direktor im AKH neu besetzen will, zeigt in Wahrheit nur, dass man sich im Büro von Gesundheitsstadträtin Wehsely mit einem öffentlichkeitswirksamen Bauernopfer aus der Affäre stehlen will. Die Vorwürfe des Rechnungshofes treffen in Wahrheit den Direktor des Krankenanstaltenverbundes (KAV) Dr. Wilhelm Marhold. Er trägt die Verantwortung für die Fülle an Skandalen im Wiener AKH in den vergangenen Jahren. Doch der KAV-Direktor ist parteipolitisch bestens abgesichert und die Gesundheitsstadträtin hält eisern an ihrem Genossen Marhold fest, so heute Wiens FPÖ-Klubchef und stellvertretender Bundesparteiobmann Mag. Johann Gudenus in einer Stellungnahme.

Bereits rund um die Ausschreibung der Reinigungsfirma hat Marhold eine höchst eigenwillige Rolle gespielt. Dabei ist daran zu erinnern, dass rund um die Bestellung der Firma AGO die Korruptionsvorwürfe nie verstummt sind, das AKH - namentlich AKH-Chef Reinhard Krepler und auch KAV-Generaldirektor Wilhelm Marhold - diese jedoch immer massiv abgestritten haben. Trotzdem wurde in weiterer Folge der Vertrag mit der Firma AGO gekündigt. Ein Schelm, der Böses dabei denkt, so Gudenus.

Nunmehr wurden wiederum grobe Mängel im AKH festgestellt. Sowohl bei der Personalplanung als auch bei der Kostenentwicklung wurden vom Rechnungshof massive Fehler aufgezeigt. Diese Entwicklungen sind jedoch nicht neu. Bereits am 23. Jänner 2012 hat die Wiener FPÖ (OTS0178) darauf hingewiesen, dass es im AKH zu einem massiven Personalproblem kommen wird und Gesundheitsstadträtin Wehsely die Kritik der Ärzte ernst nehmen müsse. Passiert ist jedoch - wie so oft - überhaupt nichts.

Die Skandale rund um das AKH wären zu einem Großteil vermeidbar, gäbe es eine unabhängige Kontrollaufsicht für die KAV-Spitäler und das AKH. Derzeit ist die MA 40 zuständig. Hier kontrolliert sich demnach die Gemeinde Wien mit dem hauseigenen Magistrat selbst. Die FPÖ fordert eine unabhängige Kontrollinstanz, wobei ein wesentlicher Punkt darin bestehen muss, dass solch eine Kontrolle frei von parteipolitischen Interventionen ist. Damit könnte in weiterer Folge der Stadt Wien und damit den Steuerzahlern viel Geld gespart werden, so Gudenus abschließend.

apa.at

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