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APA-Artikel 10. Mai 2013

Diakonie: 42.000 Kinder pflegen Eltern: Hilfe dringend notwendig!

 42.000 Kinder pflegen ihre Eltern. Das Durchschnittsalter der Kinder liegt bei 12 Jahren, 70 % sind Mädchen. Die Diakonie hat mit "superhands" bereits vor einigen Monaten eine Internet-Plattform geschaffen, die niederschwellige Beratung und Begleitung für Kinder bietet - denn die Tätigkeiten und Belastungen, denen Kinder ausgesetzt sind, sind oft nicht einfach und auch breit gestreut - von alltäglichen Haushaltstätigkeiten über Verbandwechsel bis hin zur sehr persönlichen Körperpflege der Eltern."

Die Homepage "superhands", die von den Johannitern, Mitglied der Diakonie Österreich, entwickelt wurde, wird derzeit ausschließlich von privaten Sponsoring- und Spendengeldern finanziert. "Dieses Thema betrifft uns alle - deswegen braucht es auch dringend öffentliche Gelder. Wir freuen uns über die Ankündigung des Sozialministeriums, in die Entlastung der Kinder und in einen Ausbau dieser Dienstleistungen investieren zu wollen," so Chalupka. "Dies wäre ein erster wichtiger Schritt, um Kindern und Jugendlichen Unterstützung im Alltag zu bieten, denn sie waren bislang eine sehr verborgene Gruppe von pflegenden Angehörigen. Dass "superhands" überhaupt entstanden ist, ist unseren engagierten MitarbeiterInnen in den mobilen Diensten zu verdanken, die mit offenen Augen und Ohren in den Haushalten betreuen und pflegen, und uns zu diesem Angebot angeregt haben."

"superhands" bietet auf www.superhands.at altersgerechte Informationen über Krankheiten, Pflegetipps und Pflegevideos, Anleitungen für den Notfall sowie Informationen zu Pflegegeld, Hilfsmittel und Notdienste. Außerdem können sich Kinder und Jugendliche im "Forum" austauschen und Fragen an ExpertInnen stellen. Über die Telefon-Hotline können Kindern und Jugendlichen auch konkret Hilfe bekommen. "Das Ziel von superhands ist es, zu informieren, zu unterstützen, zu beraten, zu vernetzen", erklärt Anneliese Gottwald, Pflegedienstleiterin der Johanniter und Initiatorin von superhands. superhands kann aber auch für jene Menschen nützlich sein, die selbst von Familienmitgliedern gepflegt werden, genauso wie für Lehrerinnen und Lehrer oder alle, die mit Jugendlichen zu tun haben.

Entlastung für pflegende Angehörige ist nötig

Dass auch Kinder und Jugendliche in die Pflege eingebunden werden, ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Unterstützungsangebote für die mobile Pflege nicht ausreichen. "Seitens der Diakonie sehen wir den großen Wurf noch nicht, denn wir brauchen leistbare Angebote wie Kinderentlastungsdienste, Akutpflegedienste, mobile Dienste, Hauskrankenpflege, Kurzzeitpflege, die flächendeckend und rund um die Uhr angeboten werden", mahnt Diakonie-Direktor Michael Chalupka. Gerade dieser Lückenschluss würde eine höhere Lebensqualität für Betroffene bedeuten und eine Entlastung für Angehörige ermöglichen. Tipp: www.superhands.at

apa.at

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