zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 7. Mai 2013

Zukunftsfähiges Gehaltssystem für Spitalsbedienstete

Die Vorarlberger Landesregierung hat in ihrer heutigen Sitzung (Dienstag) grünes Licht für die Gehaltsreform bei den Landeskrankenanstalten gegeben. Das Gesetz wird in weiterer Folge dem Landtag übermittelt. Mit 1. Juli 2013 soll die Novelle in Kraft treten. "Damit wurde ein wettbewerbsfähiges und zukunftsfähiges Gehaltssystem für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Vorarlberger Landeskrankenhäuser geschaffen", betonten Landeshauptmann Markus Wallner und Gesundheitslandesrat Christian Bernhard im Pressefoyer.

"Die mehr als 3.600 Bediensteten im Spitalswesen erfüllen in der Gesundheitsversorgung des Landes eine ganz zentrale Aufgabe. Mit der Gehaltsreform für Spitalsbedienstete setzen wir einen Meilenstein in der Entwicklung der Landeskrankenhäuser", erläuterte Landeshauptmann Wallner: "Diese Reform geht Hand in Hand mit einer massiven Aufstockung der Dienstposten in unseren Spitälern" (100 zusätzlich im Jahr 2013). "Mit der Schaffung eines modernen und funktionsorientierten Gehaltssystems schaffen wir die Bedingungen dafür, qualifiziertes Personal zu halten und auch neue Bedienstete für eine Arbeit in den Vorarlberger Krankenanstalten zu gewinnen", betonte Landesrat Bernhard. Die Mehrkosten belaufen sich heuer auf 6,6 Millionen Euro, ab dem Jahr 2014 sind jährlich 13,5 Millionen Euro zusätzlich zu budgetieren.

Früher mehr Geld aufs Konto - Kernpunkte der Gehaltsreform

Die Landesbediensteten in den Krankenanstalten erhalten die Möglichkeit, in das neue Gehaltssystem (Landesbedienstetengesetz 2000) zu wechseln. Ein Wechsel in das neue Gehaltssystem ist zeitlich unbefristet möglich. Es wird damit gerechnet, dass ca. 40 Prozent der 3.633 betroffenen Landesbediensteten optieren werden. Einschlägige Vordienstzeiten werden voll angerechnet. Das neue Gehaltssystem umfasst insgesamt 29 Gehaltsklassen. Nach dem vorgesehenen Gehaltskonzept besteht das Gehalt aus dem Funktionsanteil und dem Erfahrungsanteil. Da der Erfahrungszuwachs in der jeweiligen Funktion zu Beginn besonders hoch ist, führt dies zu einer Erhöhung der Einstiegsgehälter für junge Mitarbeitende bei gleichzeitiger Abflachung der Gehaltsentwicklung.

Bei der Entwicklung der Gehaltstabellen war die Marktorientierung im Hinblick auf das Niveau gleichwertiger Tätigkeiten des Österreichischen Arbeitsmarktes und des süddeutschen Raumes maßgebend, führte Gerald Fleisch, Direktor der Krankenhaus-Betriebsgesellschaft an. Fleisch rechnet damit, dass über 2000 persönliche Optionsgespräche geführt werden.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben