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APA-Artikel 7. Mai 2013

Vollständige Entfernung der Mandeln ist oft nicht sinnvoll

Nürnberg(dpa)- Bei Mandeloperationen ist die Entfernung des kompletten Mandelgewebes häufig nicht sinnvoll. In vielen Fällen könne man durch eine Teilentfernung die gleichen Erfolge erzielen und gleichzeitig Blutungskomplikationen verhindern. Dies sagte der Chefarzt des Bereichs Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde der Kliniken Maria Hilf in Mönchengladbach, Prof. Jochen Windfuhr, am Dienstag kurz vor einem Fachkongress in Nürnberg.

Eine Blutung nach einer Mandel-OP sei die logische Folge der Mandelentfernung, sagte Windfuhr. Wenn sich in die Wunde Bakterien einnisten, könne dies zu Komplikationen führen. Im Gegensatz dazu schone das teilweise Entfernen von überschüssigem Mandelgewebe die größeren Blutgefäße, so dass sehr viel seltener eine Blutungskomplikation entstehe. Die Zahl der kompletten Mandelentnahmen ist Windfuhr zufolge in den vergangenen Jahren immer mehr zurückgegangen, während sich die Zahl der Teilentfernungen im Zeitraum von 2007 bis 2010 verdoppelt habe.

Am Mittwoch beginnt in Nürnberg die Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (HNO).

apa.at

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