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APA-Artikel 6. Mai 2013

ÖH Medizin Wien: Offener Brief zum Thema Aufwandsentschädigung im klinisch-praktischen Jahr

Sehr geehrter Herr univ.Prof.Dr Karlheinz Töchterle, sehr geehrter Herr Alois Stöger, diplomé, sehr geehrter Herrn Dr. Arthur Wechselberger

wir kommen als Österreichische Hochschülerschaft an der Medizinischen Universität Wien nicht umhin uns mit einem Problem, das alle Studierenden der medizinischen Universitäten betrifft, in einem offenen Brief an Sie zu wenden.

Durch die Einführung des Klinisch Praktischen Jahres (KPJ), stehen unsere Studierenden vor einer neuen finanziellen Problematik. Wie Sie sicher wissen, startet der erste KPJ-Jahrgang im Wintersemester 2014 in einem Ausmaß von 48 Wochen. Neben einer unbezahlten 35 Stunden-Woche im Krankenhaus ist es nahezu unmöglich zusätzlich zum Studium einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Da für das KPJ bisher keine Aufwandsentschädigung angedacht ist, stehen berufstätige Studierende vor einer nicht tragbaren Situation und der Gefahr, dass sich der Studienabschluss maßgeblich verzögert.

In den meisten Studienrichtungen ist es Usus, dass Praktika finanziell entschädigt werden, auch im internationalem Vergleich erhalten Studierende im klinisch praktischen Jahr eine Aufwandsentschädigung.

Des Weiteren haben schon zahlreiche Krankenanstalten angekündigt, Turnusstellen einzusparen, da viele Routinetätigkeiten von Studierenden übernommen werden sollen. Genau genommen müssten dadurch finanzielle Mittel vorhanden sein, um den Studierenden entgegen kommen zu können.

Damit eine finanzielle Absicherung für die Studierenden gewährleistet wird, fordern wir österreichweit Aufwandsentschädigungen für Studierende im KPJ.

Wir ersuchen Sie, gemeinsam mit uns und den Krankenanstalten-Trägern ein gerechtes Modell zu erarbeiten.

Christian Orasche Vorsitzender der ÖH Medizin Wien

Abelina Zimba Referentin für Bildungspolitik der ÖH Medizin Wien

Dieser Brief erging am 25. April an den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung, an den Bundesminister für Gesundheit und an den Präsidenten der österreichischen Ärztekammer. Bisher erhielten die ÖH Medizin Wien jedoch keinerlei Rückmeldungen.

apa.at

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